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25. August 2026

Roman van Genabith

Neue Chips für mehr KI-Performance: Apple stellt neuen Mac Mini vor

Heute Vormittag hatten wir noch darüber berichtet, nun bestätigt sich eine Vermutung von Mark Gurman: Apple hat soeben eine neue Version des Mac mini vorgestellt. Er bietet mehr Speicher und Apple verspricht mehr Performance – durch den M5 Pro und den völlig neuen M6-Chip.

Apple hat den Mac mini aktualisiert und stattet seinen kompakten Desktop-Rechner erstmals mit dem neuen M6 aus. Für anspruchsvollere Anwendungen steht außerdem eine Variante mit M5 Pro zur Verfügung. Neben deutlich höherer CPU-, Grafik- und KI-Leistung bringt die neue Generation Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und serienmäßig 2,5-Gigabit-Ethernet mit. Die Preise beginnen bei 1.049 Euro.

Der Mac mini mit M6 verfügt über eine 12-Core-CPU und damit über zwei CPU-Kerne mehr als sein Vorgänger. Auch die GPU wächst auf zwölf Kerne und erhält erstmals beim Mac mini Neural Accelerators in jedem GPU-Kern. Apple verspricht dadurch gegenüber dem Mac mini mit M4 eine bis zu viermal höhere KI-Leistung, eine doppelt so hohe Grafikleistung und bis zu 40 Prozent mehr CPU-Performance.

Zusätzlich verbaut Apple eine neue Dual-16-Core-Neural-Engine. Die Speicherbandbreite steigt auf bis zu 170 GB/s. In der Basiskonfiguration sind weiterhin 16 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher enthalten, maximal lassen sich allerdings nur 32 GB konfigurieren.

Deutlich schneller bei lokalen KI-Modellen

Einen Schwerpunkt legt Apple auf lokale KI-Anwendungen. Nach Messungen des Herstellers soll die Verarbeitung von LLM-Prompts in LM Studio gegenüber einem Mac mini mit M1 bis zu 13,5-mal und gegenüber dem M4-Modell bis zu 4,8-mal schneller erfolgen.

Bei Excel-Berechnungen nennt Apple gegenüber dem M4 eine bis zu 1,5-fache Performance. In Cyberpunk 2077: Ultimate Edition soll sich die Raytracing-Leistung sogar verdoppeln. Wie üblich handelt es sich dabei um von Apple ermittelte Vergleichswerte, deren Ergebnisse vom jeweiligen Anwendungsszenario und der Konfiguration abhängen.

M5 Pro mit bis zu 64 GB RAM

Oberhalb des M6-Modells positioniert Apple überraschenderweise nicht einen M6 Pro, sondern den Mac mini mit M5 Pro. Der Chip lässt sich mit bis zu 18 CPU- und 20 GPU-Kernen konfigurieren. Die GPU unterstützt Raytracing der dritten Generation und verfügt ebenfalls über Neural Accelerators in jedem Kern.

Vor allem beim Arbeitsspeicher bietet das Pro-Modell deutlich mehr Reserven. Bis zu 64 GB Unified Memory sind möglich, die Speicherbandbreite beträgt 307 GB/s. Apple positioniert den Rechner entsprechend für Softwareentwicklung, Video- und 3D-Produktion, wissenschaftliche Anwendungen sowie größere lokale KI-Modelle.

Bei der Verarbeitung von LLM-Prompts in LM Studio soll der M5 Pro bis zu viermal schneller als der bisherige Mac mini mit M4 Pro arbeiten. Für Raytracing-Rendering in Blender nennt Apple einen Faktor von bis zu 1,4, bei der Bildbearbeitung mit Affinity bis zu 1,5.

Apple bewirbt beide Varianten außerdem ausdrücklich als dauerhaft laufende Systeme für KI-Agenten. Damit reagiert der Hersteller auf einen Einsatzbereich, für den kompakte Apple-Silicon-Rechner aufgrund ihrer Energieeffizienz und Unified-Memory-Architektur zunehmend verwendet werden.

Thunderbolt 5 bleibt dem Pro-Modell vorbehalten

Auch bei den Schnittstellen gibt es Unterschiede. An der Vorderseite besitzen beide Varianten zwei USB-C-Anschlüsse mit USB 3 sowie einen Kopfhöreranschluss. Auf der Rückseite stehen HDMI, Ethernet und drei Thunderbolt-Anschlüsse bereit. Beim M6 handelt es sich um Thunderbolt 4, während der M5 Pro Thunderbolt 5 unterstützt.

Apple hebt in der Ankündigung dabei insbesondere die Möglichkeit hervor, über Thunderbolt 5 mehrere Mac-mini-Systeme zu Clustern zusammenzuschließen, um große KI-Modelle lokal auszuführen. Neu ist außerdem Genlock über USB-C, womit sich Displays präzise mit Kameraaufnahmen synchronisieren lassen.

Zur Standardausstattung gehören nun 2,5-Gigabit-Ethernet, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Für professionelle Netzwerkumgebungen lässt sich weiterhin 10-Gigabit-Ethernet konfigurieren.

Am grundsätzlichen Gehäusekonzept des Mac mini ändert Apple dagegen nichts. Das kompakte Desktop-Design der bisherigen Generation wird beibehalten. Nach Unternehmensangaben besteht das Gerät insgesamt zu 50 Prozent aus recycelten Materialien. Das Gehäuse verwendet vollständig recyceltes Aluminium.

Preise und Verfügbarkeit

Der neue Mac mini kann ab heute vorbestellt werden und soll ab dem 22. September ausgeliefert werden. Der Mac mini mit M6 startet in Deutschland bei 1.049 Euro, im Bildungsbereich verlangt Apple 929 Euro. Für den Mac mini mit M5 Pro werden mindestens 1.999 Euro beziehungsweise 1.879 Euro im Bildungsbereich fällig.

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