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17. Februar 2026

Roman van Genabith

KI-Server für Apple Intelligence: Apple setzt auf den M5

Apple plant, in seinen Cloud-Servern künftig den neuen M5-Chip einzusetzen. In der sogenannten Private Cloud läuft unter anderem Apple Intelligence, jedenfalls in Teilen. Allerdings hat Apple gerade erst eine Kooperation mit Google beschlossen, in deren Rahmen dessen KI-Modell Gemini die Grundlage der verbesserten Siri werden soll.

Apple setzt bei seiner Cloud-Infrastruktur für KI-Dienste künftig auf den neuen M5-Chip. Das geht aus einer aktuellen Softwareveröffentlichung für Private Cloud Compute hervor. Die Serverarchitektur bildet die technische Grundlage für cloudbasierte Funktionen von Apple Intelligence.

In dem Update finden sich Hinweise auf einen sogenannten „Private Cloud Compute Agent Worker“. Dieser nutzt eine iOS-basierte Umgebung mit einer neuen agentischen Architektur zur Verarbeitung von KI-Anfragen. Auch iOS 26.4 enthält demnach Code zur Anbindung an diese weiterentwickelte Serverstruktur.

Apples Siri läuft bald mit Gemini

Die neue Infrastruktur läuft offenbar auf Hardware mit der Modellkennung J226C, die vom M5-Chip angetrieben wird. Konkrete technische Details bleiben bislang zwar offen, die Umstellung gilt jedoch als Indiz dafür, dass Apple seine KI-Server konsequent modernisiert, um leistungsfähigere Siri- und Apple-Intelligence-Funktionen vorzubereiten. Die Anpassungen erfolgen zudem vor dem Hintergrund von Apples Kooperation mit Google, in deren Rahmen Gemini-Modelle bestimmte Siri-Funktionen unterstützen sollen.

Bislang kamen in Apples Private-Cloud-Compute-Servern vor allem M2-Ultra-Chips zum Einsatz. Der M2 Ultra wurde im Juni 2023 vorgestellt, später folgte der M3 Ultra. Eine breite Umstellung der PCC-Infrastruktur auf den M3 Ultra blieb jedoch aus. Zwischenzeitlich gab es Berichte über einen möglichen Wechsel auf M4-Chips, der offenbar nicht in größerem Umfang realisiert wurde.

Parallel zur Integration des M5 arbeitet Apple laut Brancheninsidern an eigenen, dedizierten KI-Serverchips. Der Analyst Ming-Chi Kuo erwartet den Start der Massenproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2026, ein breiter Einsatz könnte ab 2027 erfolgen.

Bereits im Oktober hatte Apple bestätigt, Private-Cloud-Compute-Server in einem Werk in Houston, Texas, zu fertigen. Die Produktion ist Teil eines umfassenden Investitionspakets in Höhe von 600 Milliarden Dollar zur Stärkung der heimischen Infrastruktur.

Unklar bleibt, in welcher Größenordnung Apple künftig auf eigene KI-Server setzen wird. Bis auf weiteres hat man sich zunächst an Google und dessen Gemini-Modell gekettet, um die eingerostete Siri flott zu kriegen.

Allerdings herrscht diesbezüglich derzeit noch Konfusion darüber, inwieweit die Gemini-Siri auf Googles, oder Apples Servern läuft. Hierzu hatten sich Vertreter von Apple und Google widersprüchlich geäußert.

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