- Apple treibt die Entwicklung seines ersten faltbaren iPhones weiter voran und prüft dafür offenbar eine besonders widerstandsfähige Display-Schutzschicht.
- Ziel ist es, Haltbarkeit und Haptik des Bildschirms klar von konkurrierenden Foldables abzugrenzen.
- Heutige Falt-Phones kommen bei der Display-Verarbeitung noch nicht an klassische Smartphones heran.
Wie aus einem aktuellen Lieferkettenbericht des koreanischen Branchenportals The Elec hervorgeht, testet Apple derzeit verschiedene transparente Polymerfolien, die als äußere Schutzschicht auf dem ultradünnen Glas des faltbaren Displays zum Einsatz kommen sollen. Konkret vergleicht der Konzern zwei Materialien, Polyethylenterephthalat (PET) sowie transparentes Polyimid, auch als Clear Polyimide oder CPI bezeichnet.
Bei heutigen faltbaren Displays kommt in der Regel ultradünnes Glas zum Einsatz, das für bessere Bildqualität und höhere Steifigkeit sorgt. Da dieses Glas jedoch weiterhin flexibel bleiben muss, wird es durch eine zusätzliche Kunststofffolie geschützt. Diese Schicht ist zugleich die Oberfläche, die Nutzer berühren, und damit entscheidend für Kratzfestigkeit, Robustheit und das subjektive Bediengefühl.
Apple will das besondere Foldable
Samsung setzt bei seinen aktuellen Galaxy Z Fold- und Galaxy Z Flip-Modellen auf PET-Folien. Apple prüft laut Bericht bewusst den Einsatz von CPI, um sich technologisch abzuheben. Das Material gilt als deutlich teurer, bietet jedoch eine höhere Oberflächenhärte und bessere Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer.
Als möglicher Lieferant für die CPI-Folie wird Kolon Industry genannt. Das Unternehmen hatte bereits frühzeitig in Produktionskapazitäten für das Material investiert, um sich auf eine steigende Nachfrage durch kommende Foldable-Generationen vorzubereiten. Das ultradünne Glas selbst soll dem Vernehmen nach vom chinesischen Hersteller Lens Technology geliefert werden, der auch die Verbindung zwischen Glas und Schutzfolie übernimmt.
Eine endgültige Entscheidung über das eingesetzte Schutzmaterial soll zeitnah fallen, da Apple die Tests weiterer Komponenten für das erste faltbare iPhone derzeit entschieden vorantreibt. Branchenkreisen zufolge soll das Gerät unter anderem über ein nahezu faltenfreies 7,8-Zoll-Innendisplay, ein 5,5-Zoll-Außendisplay, Touch ID, zwei rückseitige Kameras, den A20-Chip sowie das neue C2-Mobilfunkmodem verfügen. Der Marktstart wird gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max im weiteren Jahresverlauf erwartet.


