Vor gut einem Jahr mischte DJI mit dem ersten ROMO den Saugroboter-Markt auf – jetzt legen die Drohnen-Spezialisten nach. Zur IFA 2026 stellt DJI die ROMO-2-Serie vor, bestehend aus dem ROMO P2 und dem ROMO A2. Beide Modelle teilen sich die technische Basis, unterscheiden sich aber im Design: Der P2 bleibt bei der markanten transparenten Optik, der A2 setzt auf ein klassisches, geschlossenes Gehäuse. Wir haben die Details.
Stärkere Saugleistung und größerer Schwenkarm
Unter der Haube hat DJI an mehreren Stellen nachgelegt. Die Saugleistung steigt bei beiden Modellen auf bis zu 36.000 Pascal. Auf Teppichen senkt sich eine Druckplatte ab, die eine nahezu dichte Verbindung zum Boden herstellen soll, damit auch tiefer sitzender Staub erfasst wird. Der LiDAR-gesteuerte Schwenkarm deckt jetzt einen Bereich von 123 Grad ab und reicht 7,8 Zentimeter weiter als beim Vorgänger. Möbelkanten und schwer zugängliche Bereiche erreicht der Roboter damit deutlich besser. Türschwellen bis vier Zentimeter Höhe überwindet der ROMO 2 einzeln, doppelte Schwellen schafft er bis 8,5 Zentimeter dank dynamischer Roboterbeine.
Auch die Hinderniserkennung profitiert von DJIs Drohnen-Expertise: Objekte bis hinunter zu zwei Millimetern sollen erkannt werden, darunter dünne Kabel, Matten und sogar transparente Gegenstände wie Glas.
KI-Funktionen und wartungsarme Basisstation
Die neue KI-Steuerung erkennt verschiedene Verschmutzungsarten, Flüssigkeiten und Bodenbeläge und passt Saugleistung, Wischverhalten und Reinigungsroute entsprechend an. Die überarbeitete Basisstation reinigt die Wischpads mit 80 Grad heißem Wasser, trocknet sie und soll unter den vom Hersteller definierten Bedingungen bis zu 365 Tage ohne manuelle Wartung auskommen. Je nach Variante stehen klassische Wasserbehälter oder eine automatische Frisch- und Abwasseranbindung bereit.
Lokaler Datenmodus ab Q4 2026
Besonders spannend: DJI adressiert das Dauerthema Datenschutz bei kamerabestückten Haushaltsrobotern. Ein lokaler Datenmodus soll im vierten Quartal 2026 per Update kommen und die Internetverbindung der DJI Home-App kappen, sodass Fotos und Videos nicht mit externen Servern synchronisiert werden. Kamera und Mikrofon lassen sich zusätzlich separat deaktivieren. Für den ROMO P2 und die Home-App hat TÜV SÜD 2026 einen Penetrationstest durchgeführt – laut DJI ohne kritische Befunde.
Preise und Verfügbarkeit
In Europa startet der ROMO A2 bei 1.199 Euro, der ROMO P2 bei 1.299 Euro. Zum Marktstart gibt es in Deutschland reduzierte Einführungspreise: 1.049 Euro für den A2 und 1.059 Euro für den P2. Beide Modelle laden per 55-Watt-Schnellladung in rund 2,5 Stunden vollständig und arbeiten im kombinierten Saug-Wisch-Modus mit etwa 54 dBA.


