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- Apple wird seine App Tracking Transparency (ATT) in Deutschland überarbeiten.
- Der Konzern hat gegenüber dem Bundeskartellamt Änderungen an der seit 2021 eingesetzten Datenschutzfunktion zugesagt.
- Damit endet das entsprechende Verfahren der deutschen Wettbewerbsbehörde.
Apple wird speziell für Nutzer in Deutschland Änderungen an der App-Tracking-Transparency genannten Funktion durchführen, die für einen wirksameren Datenschutz unter iOS sorgen soll. Der iPhone-Konzern führte App Tracking Transparency mit iOS 14.5 im April 2021 ein. Seitdem müssen Apps die Zustimmung der Nutzer einholen, bevor sie deren Aktivitäten über andere Apps und Websites hinweg verfolgen dürfen, etwa um personalisierte Werbung auszuspielen. Entscheidet sich ein Nutzer gegen das Tracking, erhält die betreffende App unter anderem keinen Zugriff auf die Werbe-ID des Geräts.
Apple begründet ATT mit einem besseren Schutz der Privatsphäre. Werbeunternehmen und App-Anbieter kritisieren dagegen seit Jahren, dass die Regelung ihre Möglichkeiten für personalisierte Werbung einschränkt und dadurch erhebliche Auswirkungen auf ihre Umsätze haben kann.
Entwickler sollen mehr Freiheiten erhalten
In Deutschland soll Apple nun unter anderem möglicherweise abschreckende Symbole und Formulierungen aus dem ATT-Dialog entfernen. App-Entwickler sollen gleichzeitig mehr Möglichkeiten erhalten, Nutzern zu erklären, welche Bedeutung personalisierte Werbung für ihr Angebot und Geschäftsmodell hat.
Darüber hinaus sollen Entwickler Apples ATT-Abfrage künftig flexibler mit den ohnehin nach Datenschutzrecht erforderlichen Einwilligungsdialogen kombinieren können. Damit erhalten App-Anbieter mehr Spielraum bei der Gestaltung des Zustimmungsprozesses.
Apple hat nach der formellen Zustellung der Entscheidung vier Monate Zeit, die Änderungen umzusetzen. Zuvor sollen die Anpassungen gemeinsam mit App-Entwicklern getestet werden. Die gegenüber dem Bundeskartellamt abgegebenen Zusagen gelten für einen Zeitraum von sieben Jahren.
Apple hält weiterhin an seiner Position fest, dass App Tracking Transparency dem Schutz der Privatsphäre dient und mit dem deutschen Wettbewerbsrecht vereinbar ist. Dennoch erklärte sich der Konzern zu den Änderungen bereit, woraufhin die Aufsichtsbehörde das Verfahren einstellen wird.
Die Auseinandersetzung in Deutschland ist nicht der einzige regulatorische Konflikt rund um ATT. In den vergangenen Jahren beschäftigten sich unter anderem Behörden in Frankreich, Italien und Polen sowie die Europäische Kommission mit Apples Tracking-Regeln.


