Mit Version 4.3.0 erweitert Blitzer.de seine iPhone-App erstmals um eine native Unterstützung für Apple CarPlay. Damit können Warnhinweise nun direkt auf dem Fahrzeugdisplay angezeigt werden – ohne Umweg über das iPhone.
CarPlay-Integration im Überblick
Nach dem Update lässt sich Blitzer.de optional über CarPlay nutzen. Die App zeigt während der Fahrt Warnungen vor festen und mobilen Geschwindigkeitskontrollen sowie vor Gefahrenstellen wie Unfällen, Stauenden oder liegengebliebenen Fahrzeugen an. Ziel ist eine übersichtliche Darstellung sicherheitsrelevanter Informationen bei minimaler Ablenkung. Die Daten stammen aus einer Community mit über fünf Millionen aktiven Nutzern in Europa, die Verkehrsmeldungen in Echtzeit übermitteln. Nutzer entscheiden selbst, ob sie CarPlay aktivieren oder die App weiterhin ausschließlich auf dem iPhone verwenden möchten. Zusätzlich wurden die Audiooptionen ausgebaut: Warnhinweise können entweder über das Fahrzeug-Audiosystem oder alternativ nur über den iPhone-Lautsprecher ausgegeben werden. Damit lässt sich die App flexibel an unterschiedliche Fahrzeugsysteme und persönliche Präferenzen anpassen.
Funktionsumfang und Preise
In der kostenlosen Version warnt Blitzer.de vor festen Blitzern. Die Pro-Version, die als Einmalkauf für 9,99 Euro erhältlich ist, schaltet unter anderem Echtzeit-Warnungen vor mobilen Kontrollen sowie zusätzliche Gefahrenmeldungen frei. Der Anbieter bezeichnet sich selbst als Marktführer unter den Verkehrssicherheits-Apps in Deutschland.
Politische Diskussion um Blitzer-Apps
Parallel zur technischen Weiterentwicklung verschärft sich die rechtliche Debatte. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einem neuen Gesetzentwurf zum Straßenverkehrsrecht, der ein weitreichendes Verbot von Blitzerwarn-Apps ermöglichen könnte. Weiterhin fordern die Bundesländer ein sogenanntes Mitführverbot. Künftig soll es ausreichen, dass eine entsprechende App installiert oder betriebsbereit ist – ein Nachweis der aktiven Nutzung wäre bei Kontrollen nicht mehr erforderlich. Ziel ist es, rechtliche Grauzonen zu schließen und die Durchsetzung von Geschwindigkeitskontrollen zu vereinfachen. Die Länder argumentieren, dass Blitzerwarn-Apps primär dazu dienten, Verkehrsverstöße gezielt zu umgehen, und damit die präventive Wirkung von Kontrollen untergraben. Wie die geplanten Regelungen konkret aussehen werden, ist derzeit noch offen.



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