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Apples Überbestellungen sollen aufhören: Wieso TSMC die Preise hochschnellen lässt

TSMC-Logo - TSMC

Die kommenden Monate und Jahre bringen möglicherweise deutlich gestiegene Kosten für Apple und andere Hersteller mit sich, die sie dann an die Endkunden weitergeben dürften: Hintergrund ist einerseits die anhaltende Chipkrise. Andererseits versuchen etwa Fertiger wie TSMC, eine Verhaltensweise seitens seiner Kunden zu bekämpfen, für die insbesondere Apple bekannt ist.

Das iPhone 13 könnte teurer werden – für Apple und in Folge auch für den Endkunden, darüber hatten wir bereits in dieser Meldung berichtet. Grund dafür ist, dass der Fertiger TSMC kommendes Jahr seine Preise für Großabnehmer deutlich steigern wird, beginnend bereits für Orders, die im Dezember 2021 eingehen. TSMC spricht von gestiegenen Kosten für Material und Logistik, möchte allerdings offenkundig von der aktuellen weltweiten Chipkrise profitieren. TSMC indes verlangt im Schnitt schon etwa 20% mehr als seine Konkurrenten, die nun wiederum auf die kommende Preisrunde beim taiwanischen Hersteller reagiert haben und ihrerseits jetzt teilweise bereits höhere Preise als TSMC verlangen.

Wieso die Kosten für Halbleiter weiter steigen

Doch neben dem Wunsch, von der Chipkrise ein wenig zu profitieren, steckt noch eine andere Motivation hinter der erwarteten saftigen Preiserhöhung von TSMC, wie aus asiatischen Medienberichten hervorgeht. TSMC möchte eine Verhaltensweise unwirtschaftlich machen, für die vor allem Apple inzwischen geradezu berüchtigt ist und die dem ganzen Markt langfristig schaden kann. Dabei bestellt ein Kunde mit genügend tiefen Taschen deutlich mehr Komponenten vor, als effektiv benötigt werden. Damit möchte man Lieferverzögerungen für das eigene Produkt vermeiden.

Die Folge sind jedoch heftige Verwerfungen entlang vieler Lieferketten verschiedener Unternehmen, was langfristig nicht im Interesse von TSMC sein kann, wo man wiederum auf die Gesundheit der Mehrheit seiner Kunden schauen muss, was sich auch durch den Umstand nicht ändert, dass Apple mit zu den größten Kunden des Auftragsfertigers zählt. Allerdings ist auch Apples Verhandlungsposition in diesem Fall schwach: Es gibt schlicht keine Alternative zu TSMC als Fertiger der Highend-A- und M-Serie-Chips.

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Roman van Genabith
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