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12 Zoll-MacBook - Apple

2. November 2026

Patrick Bergmann

Apple erklärt das 12-Zoll-MacBook für obsolet: Auch iPad 6 und BeatsX betroffen

Für das kompakteste Notebook, das Apple je gebaut hat, gibt es offiziell keine Reparaturen mehr. Apple hat seine US-Liste zum Service nach Ablauf der Garantie aktualisiert und dabei drei bekannte Produkte aussortiert. Das MacBook (Retina, 12″, 2017) wandert von der Vintage- in die Obsolete-Kategorie. Die Jahrgänge 2015 und 2016 standen dort schon, damit ist die gesamte Baureihe nun abgekündigt. Zur Einordnung: Vintage ist ein Gerät bei Apple, wenn der Verkauf vor mehr als fünf und weniger als sieben Jahren endete. Danach gilt es als obsolet.

Ein mutiges Notebook mit einer großen Schwäche

Als das 12-Zoll-MacBook im April 2015 erschien, war es in vielerlei Hinsicht ein Wagnis. Für mindestens 1.449 Euro bekamt ihr ein lüfterloses Gerät mit 13,1 Millimetern Dicke und 920 Gramm Gewicht, ein Retina-Display mit 2.304 × 1.440 Pixeln und ein Force-Touch-Trackpad. Als einzige Datenschnittstelle diente USB-C, was damals für reichlich Kritik sorgte und heute längst selbstverständlich ist. Die letzte Auflage von 2017 setzte auf Intels Kaby-Lake-Chips samt Intel HD Graphics 615 und ließ sich mit bis zu 16 GB RAM ausstatten. Der Schattenseite des Konzepts begegneten viele Nutzer bei der Butterfly-Tastatur, die hier ihre Premiere feierte. Schon kleine Krümel konnten die flachen Tasten lahmlegen, was in einem eigenen Reparaturprogramm und Sammelklagen endete. Im Juli 2019 verschwand das Gerät aus dem Sortiment, das MacBook Air mit Retina-Display übernahm seinen Platz.

iPad 6 und BeatsX ebenfalls raus

Ebenfalls neu auf der Liste steht das iPad der sechsten Generation, sowohl als WLAN- als auch als Cellular-Modell. Das Tablet kam im März 2018 mit 9,7-Zoll-Display und A10-Fusion-Chip und war das erste Einsteiger-iPad mit Support für den Apple Pencil der ersten Generation. Dazu gesellen sich die BeatsX in sämtlichen Farben. Die Nackenbügel-Kopfhörer starteten Anfang 2017 mit dem W1-Chip und ließen sich dadurch ähnlich bequem mit dem iPhone koppeln wie die ersten AirPods. Auf der deutschen Supportseite stehen MacBook und iPad derzeit noch unter Vintage. Apple aktualisiert die lokalisierten Fassungen in der Regel aber mit einigen Tagen Verzug.

Was das für Besitzer heißt

Apple Stores und autorisierte Servicepartner ordern für abgekündigte Geräte keine Ersatzteile mehr. Wer ein defektes Display oder Logicboard tauschen muss, ist künftig auf freie Werkstätten angewiesen. An der Funktion der Geräte ändert sich natürlich nichts. Einen Lichtblick gibt es beim MacBook trotzdem: Für Mac-Notebooks bietet Apple den Akkutausch bis zu zehn Jahre nach dem letzten Verkauf an, solange Teile vorrätig sind. Beim 2017er-Modell reicht dieses Fenster rechnerisch bis Mitte 2029.

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