Angetestet: iMazing 2 bietet Diagnosetool für iPhone-Batterien und mehr

Auch mehrere Wochen nach Bekanntwerden der iPhone-Drosselung bei schlechtem Batteriezustand schlägt diese Bestandteil des Systems weiterhin hohe Wellen. Die Mac- und Windows-Software iMazing 2 bietet unter anderem eine Diagnosemöglichkeit für die eigene iPhone-Batterie, hat aber auch zahlreiche weitere Funktionen dabei. Wir haben uns die Anwendung angesehen.

„Skandal!“, riefen zahlreiche Apple- und nicht-Apple-Nutzer, als die ersten Berichte und folgenden Details zu Apples iPhone-Drossel auftauchten. Wie skandalös es wirklich ist, Geräte mit schwachem Akku durch Drosseln vor größeren Hardware-Schäden zu bewahren, überlegt man sich am besten abends bei einem Glas Wein selbst. Inzwischen ist Apples Austauschprogramm gestartet, im Rahmen dessen kann jeder Nutzer, egal ob tatsächlich betroffen oder nicht, mit einem iPhone 6 oder höher für 29€ den Akku direkt bei Apple tauschen lassen. Im Zuge dieser Debatte haben die Entwickler der iPhone-Verwaltungssoftware iMazing ein neue Funktion eingeführt, die das Überprüfen des eigenen iPhone-Akkus erlaubt. Doch die App kann aber noch deutlich mehr!

Wie gut ist mein Akku nach anderthalb Jahren?

Diese Frage hat sich uns allen vermutlich spätestens nach Bekanntwerden der „Drossel“ gestellt, iMazing versucht darauf nun direkt zuhause eine fundierte Antwort zu geben, verfügbar ist diese Funktion auch in der kostenlosen Version der Anwendung. Nachdem man das iPhone per USB mit dem Mac oder Windows-Rechner verbunden hat, erscheint es innerhalb weniger Sekunden auch bei iMazing. Dort kann nun in der Leiste am unteren Rand des Fensters die Akkuanzeige angeklickt werden. Nach Klick erscheint ein weiteres Fenster, das ausführlich über den Zustand des Akkus in dem Gerät informiert. Neben dem Ladezustand, der eben auch am Gerät selbst einsehbar wäre, kann dort der Gesundheitszustand angezeigt werden. Angezeigt wird mit diesem Prozentwert, der angibt wie viel von der ursprünglichen Kapazität der iPhone-Akku momentan noch fassen kann.

Die Entwickler von iMazing sagen, dass man bei weniger als 80% Gesundheit des Akku einen Wechsel in Betracht ziehen sollte, mein iPhone reiht sich damit für den Lauf des Jahres in die Reihe von Tauschgeräten ein und macht sich irgendwann auf den Weg zu Apple. Sollte euer Gerät noch von Apples Garantie abgedeckt sein, könnt ihr den Akku sowieso kostenlos tauschen lassen, falls nicht bietet Apple euch mit dem 29€-Programm für das iPhone 6 und höher in diesem Jahr dazu die Möglichkeit.

Mehr als nur Batteriediagnose: iMazing bietet Zugriff auf zahlreiche Daten

iMazing hat jedoch, vor allem in der Pro-Version der App für 39,99€, noch viel mehr Funktionen: Über die App können, ganz ohne nervigen Umweg zu iTunes, Daten von einem alten iPhone auf das neue umgezogen werden, außerdem erstellt die App Backups, der Ort dafür kann selbst und damit auch auf einer externen Festplatte gewählt werden. Innerhalb dieser Backups bietet iMazing Zugriff auf alle Daten, so können zum Beispiel Nachrichten der Mailbox am Mac angehört und iMessages als PDF gesichert und ausgedruckt werden. Zudem bietet iMazing Zugriff auf die Dateien und die Musik der verbundenen Geräte, damit kann ganz ohne iTunes ein neues Album auf das Gerät oder eine Datei aus einer PDF-App auf den Mac gesichert werden.

Einige der Funktionen von iMazing sind in der kostenlosen Version der App enthalten, zur Verwaltung aller Inhalte und den automatischen Backups über WLAN muss man jedoch die Pro-Version erwerben. Für einen Computer kostet die Lizenz 39,99€, für zwei Computer bezahlt man 49,99€, die Familienlizenz für bis zu fünf Rechner kostet 69,99€. Egal ob ihr alle Funktionen nutzen wollt oder nicht, wir empfehlen euch einen Blick in den Akkuzustand eures Geräts, damit ihr einen Umtausch besser abwägen könnt.

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Yannik Achternbosch
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14 Kommentare zu dem Artikel "Angetestet: iMazing 2 bietet Diagnosetool für iPhone-Batterien und mehr"

  1. Michel 13. Januar 2018 um 10:45 Uhr ·
    Im Zuge der Akkudebatte? Ich nutze iMazing schon länger und hatte die Funktion der Akkudiagnose schon vor dem Bekanntwerden dieser ganzen Thematik. Was ist da jetzt neu?
    iLike 2
    • hans 13. Januar 2018 um 11:02 Uhr ·
      @michel: „neu“ ist, dass es verkappte Werbung ist, ohne es als solche zu kennzeichnen. Und möglichst viele sollen Pro kaufen, obwohl Coconut Battery gratis ist…😅
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      • Michel 13. Januar 2018 um 11:53 Uhr ·
        @Hans: die Akkuinformationen sind auch in der kostenfreie Version ausführlich vorhanden. Man muss nicht extra die Pro-Version kaufen.
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      • Yannik Achternbosch 13. Januar 2018 um 16:12 Uhr ·
        Für diesen Artikel haben wir kein Geld bekommen und die Akkufunktion ist, wie ich oben auch beschreibe, auch in der kostenlosen Version verfügbar. Wie bei anderen Artikeln über eine App, die wir empfehlen, ist das hier also „Werbung“, allerdings ohne Bezahlung.
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      • Roman van Genabith 13. Januar 2018 um 18:19 Uhr ·
        Zu dem Thema kann ich mal kurz aus dem Krankenbett einwerfen, ich habe über diese Software neulich etwas gelesen und den Kollegen gebeten, sich das Tool für Apfelpage einmal näher anzuschauen. Das ist es. :)
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      • Mahmud 13. Januar 2018 um 18:27 Uhr ·
        Gute besserung romern!
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  2. Lutz1299 13. Januar 2018 um 10:50 Uhr ·
    Coconut battery für den Mac ist kostenlos und Zeigt mir den Zustand auch an! (Only MAC)
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  3. Keno 13. Januar 2018 um 10:50 Uhr ·
    Cocunut Battery ist eine kostengünstigere alternative😁
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  4. holgbold 13. Januar 2018 um 16:02 Uhr ·
    Können SE-Modelle auch betroffen sein? Meins aus Nov. 17 hält kaum einen Tag.
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  5. harpye 13. Januar 2018 um 17:50 Uhr ·
    die redaktion hat „kein geld bekommen“ das glaube ich aber sicher einige license key’s :) … ihr könnt im artikel erwähnen das battery check in der kostenlosen version funktioniert statt zu schreiben @einige der funktionen …. „
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  6. Painy 14. Januar 2018 um 20:22 Uhr ·
    Wieso redet denn eigentlich niemand über das iPad? Da ist doch auch iOS11 drauf und ein Akku verbaut den man NICHT täuschen kann…sind diese Geräte jetzt ein Fall für die Tonne?
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    • Roman van Genabith 14. Januar 2018 um 20:29 Uhr ·
      Keineswegs, wie kommst du darauf?
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  7. MarusoHD 16. Januar 2018 um 12:05 Uhr ·
    Meint ihr Damit lässt sich der Einschränkungscode auslesen?
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    • Yannik Achternbosch 16. Januar 2018 um 13:33 Uhr ·
      Sicherlich nicht. Du sollst mit dem Programm keine Sicherheitsfunktionen umgehen, sondern einfach auf vorhandene Daten deines Geräts zugreifen.
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