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25. September 2026

Patrick Bergmann

Warner-Bros.-Discovery-Deal: Letzte Hürde für Paramount Skydance ist gefallen

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Monatelang hing die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance in der Schwebe, jetzt ist der Weg endgültig frei. Zwölf US-Bundesstaaten haben sich mit Paramount auf einen Vergleich geeinigt und damit den letzten offenen Rechtsstreit rund um den 110-Milliarden-Dollar-Deal beigelegt.

Etwas Kontext

Ausgelöst hatte den Konflikt eine Koalition demokratischer Generalstaatsanwälte unter Führung von Kaliforniens Rob Bonta, die im Juli vor einer Bundesrichterin in Oakland erwirkt hatten, den Vollzug der Übernahme vorerst zu stoppen. Grundlage waren wettbewerbsrechtliche Bedenken, die den Abschluss laut CNBC bis Mitte 2027 hätten verzögern können, Apfelpage berichtete. Am 21. September 2026 kam nun die Wende: Paramount und die klagenden Generalstaatsanwälte einigten sich auf einen Vergleich, der die Übernahme unter Auflagen fortsetzen lässt. Ein Richter muss dem Deal zwar noch formal zustimmen, das gilt aber als Formsache. Wie unter anderem der Deutschlandfunk Kulturberichtet, hat Paramount damit binnen weniger Monate grünes Licht vom US-Justizministerium, von der EU-Kommission, von den Warner-Aktionären und nun auch von den klagenden Bundesstaaten eingesammelt. Der für das dritte Quartal 2026 anvisierter Termin für den Abschluss ist damit in greifbarer Nähe.

Erhebliche Zugeständnisse waren notwendig

Der Preis für diese Einigung ist allerdings nicht gering. Paramount verpflichtet sich laut NPR, Warner Bros. Studios und Paramount Pictures vorerst getrennt voneinander weiterzuführen. Beide Studios zusammen müssen mindestens 30 Kinofilme pro Jahr auf die Leinwand bringen, in den ersten beiden Jahren nach dem Zusammenschluss sogar 32. Dazu kommen Investitionszusagen von 1,5 Milliarden Dollar in die heimische Filmproduktion sowie ein mit 47,5 Millionen Dollar ausgestatteter Fonds zur Beschäftigtenförderung. Bestehende Tarifverträge bleiben unangetastet, auch die Writers Guild of America ist in den Vergleich eingebunden.

Auswirkungen dürften auch Apple TV betreffen

Für Apple-Nutzer ist der Deal keineswegs nur eine Randnotiz aus Hollywood: Ein derart mächtiger neuer Medienkonzern verändert die Kräfteverhältnisse im Streaming-Markt, in dem Apple TV mitmischt, und dürfte perspektivisch auch Auswirkungen auf Sportrechte im deutschsprachigen Raum haben. Welche konkreten Folgen das für Apple TV und die Fußball-Übertragungsrechte hat, ist derzeit noch offen – hier bleibt abzuwarten, wie sich der neu formierte Konzern am Markt positioniert.

 

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