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- Um die erwarteten AirPods mit Kamera ist zuletzt etwas Konfusion ausgebrochen.
- War seit kurzem noch davon ausgegangen worden, dass eine Präsentation unmittelbar bevor steht, scheint es sich nun doch anders zu verhalten.
- Tatsächlich bringt Apple die Kamera-AirPods doch erst kommendes Jahr auf den Markt.
Nach Apples eigenem Hinweis auf neue AirPods mit integrierten Kamerasensoren gibt es neue Informationen zum möglichen Marktstart. Bloomberg-Journalist Mark Gurman geht weiterhin davon aus, dass Apple die Kopfhörer mit Visual Intelligence erst 2027 auf den Markt bringen wird. Ein kürzlich in macOS 26.7 entdecktes Video sei demnach kein Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende Vorstellung.
Die Aufnahmen hatten Spekulationen ausgelöst, weil sie ausgerechnet im Release Candidate von macOS 26.7 und nicht in einer Beta von macOS 27 gefunden wurden. Dies ließ vermuten, dass die neuen AirPods möglicherweise bereits deutlich früher erscheinen könnten. Gurman widerspricht dieser Interpretation. Nach Informationen aus seinem Umfeld hält Apple weiterhin am für 2027 geplanten Verkaufsstart fest. Eine Präsentation beim erwarteten iPhone-Event Anfang September sei nicht vorgesehen.
Kameras sollen wohl Visual Intelligence füttern
Mit den neuen AirPods will Apple offenbar stärker in den wachsenden Markt für KI-Wearables einsteigen. Bereits im vergangenen Frühjahr sollen innerhalb des Unternehmens fortgeschrittene Tests stattgefunden haben. Im Sommer seien jedoch Schwierigkeiten beim Produktionsanlauf, in der Lieferkette und bei der Software aufgetreten. In der Folge soll Apple das Projekt auf 2027 verschoben haben.
Interessant sind auch neue Details zur Kameratechnik. Laut Gurman plant Apple niedrigauflösende Bildsensoren, die ausdrücklich nicht zum Aufnehmen klassischer Fotos oder Videos gedacht sind. Stattdessen sollen die Sensoren die Umgebung erfassen und daraus Kontextinformationen für Siri und andere KI-Funktionen gewinnen.
Damit könnten die AirPods beispielsweise Objekte oder Situationen in der Umgebung erkennen und entsprechende Informationen über Visual Intelligence bereitstellen. Apple dürfte die technische Einschränkung der Kameras gleichzeitig als wichtiges Argument in der Kommunikation rund um den Datenschutz einsetzen.
Das Thema könnte für den Konzern entscheidend werden. Kamera-Wearables stehen zunehmend wegen möglicher Auswirkungen auf die Privatsphäre umstehender Personen in der Kritik. Bei AirPods könnte die Problematik zusätzlich dadurch verschärft werden, dass sich Modelle mit Bildsensoren äußerlich offenbar kaum von gewöhnlichen Kopfhörern unterscheiden. Apple dürfte deshalb versuchen, die Geräte klar von Wearables mit klassischen Foto- und Videofunktionen abzugrenzen.
Noch nicht entschieden scheint zudem, welche Variante letztlich auf den Markt kommt. Gurman zufolge hat Apple mindestens zwei Versionen mit den internen Codenamen B790 und B798 getestet. B790 soll der im macOS-Video gezeigten Variante entsprechen. Bei B798 soll es sich dagegen um ein vollständig neues AirPods-Modell handeln. Welche Ausführung Apple für die Markteinführung 2027 ausgewählt hat, ist bislang nicht bekannt.


