Nachdem Apple im vergangenen Jahr die Entwicklung einer günstigeren „Vision Air“ auf Eis gelegt hat, arbeitet das Unternehmen nun wohl an einem neuen Headset-Projekt. Unter dem Codenamen „N224“ sucht Apple nach Wegen, das größte Problem der aktuellen Vision Pro zu lösen: das hohe Gewicht und die klobige Form.
Laut einem neuen Bericht von Bloomberg-Reporter Mark Gurman befindet sich das Projekt noch in einer frühen Entwicklungsphase und Apple evaluiert derzeit etwa vier unterschiedliche Design-Konzepte.
Vision Pro auf dem Prüfstand
Ziel ist es demnach nicht zwingend, ein reines Einsteigermodell zu schaffen. N224 könnte stattdessen der direkte Nachfolger des aktuellen M5-basierten Flaggschiffs werden – möglicherweise zu einem etwas niedrigeren Preis, aber mit voller Leistung.
Zwei der Design-Richtungen stechen dabei besonders hervor:
- Neue Materialien für das bekannte Design: Ein Konzept behält die grundlegende, eiförmige Form der aktuellen Vision Pro bei, experimentiert jedoch mit Kunststoffen, Titan und anderen Leichtmetallen, um das Gewicht auf dem Gesicht spürbar zu reduzieren.
- Der „Puck“-Ansatz: Ein radikalerer Ansatz orientiert sich an Metas kürzlich vorgestellten VR-Brillen. Dabei würde nicht nur der Akku, sondern auch die gesamte Recheneinheit (Prozessor) in ein externes Modul – einen sogenannten „Puck“ – ausgelagert. Dies würde das Gewicht der eigentlichen Brille drastisch minimieren.
Interne Debatten bei Apple
Der Puck-Ansatz sorgt intern jedoch für Diskussionen, so Gurman. Während die Auslagerung der Recheneinheit das thermische Management und den Tragekomfort massiv verbessern würde, sind einige Apple-Manager Berichten zufolge gegen diese Idee. Sie bevorzugen ein „All-in-One“-Design und sträuben sich dagegen, dass Nutzer ein zweites, separates Gerät bei sich tragen müssen.


