Das Aufräumen bei Netflix geht in die letzte Runde: Der Streaming-Dienst beendet nun auch in Deutschland das günstige Basis-Abo für die verbliebenen Bestandskundenm und die Uhr tickt. Wer den Tarif für 9,99 Euro im Monat bislang noch nutzen durfte, muss sich bis Januar neu entscheiden. Tut er das nicht, endet die Mitgliedschaft automatisch – ganz ohne aktive Kündigung.
- Wer das Basis-Abo für 9,99 Euro noch nutzt, bekommt aktuell eine E-Mail mit konkretem Stichtag für den Wechsel. Die Frist richtet sich nach dem jeweiligen Abrechnungszeitraum und reicht bis in den Januar hinein.
- Wer nicht reagiert, verliert den Zugang automatisch – eine aktive Kündigung braucht es nicht. Netflix deaktiviert das Konto am Ende des bereits bezahlten Zeitraums still und leise.
- Zusätzlich erscheint bei jedem App-Start ein Hinweis, der zum Wechsel auffordert und sich nicht dauerhaft wegklicken lässt.
Der Versand der Mails läuft schrittweise, weshalb noch nicht alle Betroffenen die Nachricht erhalten haben. Profile, Wiedergabeverlauf und persönliche Einstellungen bleiben beim Wechsel in einen aktuellen Tarif erhalten.
Teurer oder mit Werbung – mehr Optionen gibt es nicht
Als Nachfolger empfiehlt Netflix das werbefreie Standard-Abo für 15,99 Euro im Monat. Für bisherige Basis-Kunden bedeutet das einen Aufpreis von sechs Euro – 60 Prozent mehr und 72 Euro zusätzlich im Jahr. Das Premium-Abo mit 4K und Dolby-Atmos-Sound schlägt mit 21,99 Euro zu Buche. Wer sparen will, greift zum werbefinanzierten Abo für 6,99 Euro. Das bietet sogar Full HD und zwei gleichzeitige Streams, technisch also mehr als das alte Basis-Abo mit 720p und einem einzigen Gerät. Der Haken: Werbeunterbrechungen, die Netflix künftig noch häufiger und präsenter einsetzen will.
Kein überraschender Abgang
Das Ende des Basis-Abos kommt nicht aus dem Nichts. Seit Oktober 2023 können Neukunden in Deutschland den Tarif nicht mehr buchen, im Mai 2024 stieg der Preis von 7,99 auf 9,99 Euro. Seitdem existierte er nur noch als Altlast im Hintergrund: unsichtbar für Neukunden, aber aktiv bei einem kleinen Kreis von Bestandskunden. Genau diese Gruppe räumt Netflix jetzt ab Und auch das Vorgehen ist wenig überraschend, da Gerichte in der Vergangenheit mehrfach die bisherige Vorgehensweise der Streamingdienste gerügt oder sogar einkassiert haben, Apfelpage berichtete.


