- Mit iOS 26.4 aktiviert Apple offenbar standardmäßig die Funktion „Schutz für gestohlene Geräte.“
- Damit kann der Nutzer wichtige Geräteeinstellungen nur noch mit zweifacher Authentifizierung und teils nur nach einer Zeitverzögerung ändern.
- Die Funktion verspricht besonders viel Sicherheit, birgt aber auch Potenzial für Probleme ohne einen Diebstahl.
Apple hat gestern Abend iOS 26.4 Beta 1 für die Entwickler verfügbar gemacht. Das Update lässt zwar weiter jegliche Siri-Durchbrüche vermissen, beinhaltet abseits davon aber durchaus einige nicht unwesentliche Änderungen. Eine davon betrifft eine nun standardmäßig aktivierte Funktion, die Nutzer bislang manuell einrichten mussten.
Erweiterter Diebstahlschutz künftig automatisch aktiviert?
Dabei handelt es sich um das Feature „Schutz für gestohlene Geräte“, das Apple bereits unter iOS 17 einführte. Zu finden ist es in den Einstellungen im Bereich „Face ID & Code“. Es soll verhindern, dass Personen Änderungen an den iPhone-Einstellungen oder dem Apple-Konto vornehmen, die in den Besitz des Passcodes gekommen sind. Zuvor waren vermehrt Fälle bekannt geworden, bei denen iPhone-Nutzer bei der Eingabe ihres Codes beobachtet worden waren.
Ist der erweiterte Schutz aktiviert, ist für verschiedene Aktionen eine Authentifizierung per Face ID oder Touch ID nötig, dazu gehört:
- Passwörter in der Passwörter-App anzeigenAlle icloud-einstellungen zurücksetzen
- iPhone für die Einrichtung eines neuen Geräts nutzen
- Zahlungsmethoden in Safari verwenden
- iPhone zurücksetzen
Für weitere Aktionen ist zudem eine zusätzliche Sicherheitsstufe erforderlich: Diese lassen sich erst nach Ablauf einer künstlichen Verzögerung von einer Stunde Dauer durchführen. Dazu gehören:
- Ändern des Apple-Konto-Passwortes
- Änderungen des iPhone-Passcodes
- Änderungen an den Sicherheitseinstellungen des Apple-Kontos wie das Hinzufügen oder Löschen von Geräten
- Face ID oder Touch ID einrichten oder löschen
- Wo ist abschalten
Natürlich ist auch die Deaktivierung des erweiterten Schutzes selbst so geschützt.
Diese Aktionen sind erst nach Eingabe des Codes, erfolgreicher Face ID-Authentifizierung und der zeitlichen Verzögerung möglich.
Nutzer könnten im Alltag überfordert sein
Mit dieser Funktion werden iPhone und Apple-Konto fraglos besonders wirksam gegen unautorisierte Zugriffe oder Manipulationen geschützt. Sie standardmäßig zu aktivieren, kann aber auch für Irritationen sorgen, etwa dann, wenn ein Nutzer nach Jahren erstmals wieder ein neues Gerät einrichtet oder Passcode respektive Passcode ändern möchte, womöglich noch unter Zeitdruck.
Noch ist unklar, ob Apple die Einstellung in der finalen Version auch automatisch aktivieren möchte, oder dies auf die Beta-Phase beschränkt sein wird.


