Home » Sonstiges » Taptic Engine geklaut? Apple verliert vor Gericht – Gegner-Aktie steigt

rosegoldenes iPhone 6s auf Buch in der nähe der Apple-watch

29. September 2026

Fabian Schwarzenbach

Taptic Engine geklaut? Apple verliert vor Gericht – Gegner-Aktie steigt

, 

Nachdem ein US-Gericht Apple am vergangenen Freitag zur Zahlung von 5,7 Milliarden US-Dollar wegen einer Patentverletzung bei der „Taptic Engine“ verurteilt hat, profitiert nun ein unerwarteter Akteur massiv von dieser Entscheidung: der Prozessfinanzierer Burford Capital.

Wie die Financial Times meldet, schossen die Aktien von Burford Capital am Montag um über 9 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, die oft horrenden Anwalts- und Gerichtskosten für Kläger zu übernehmen – im Gegenzug für eine prozentuale Beteiligung an der erstrittenen Schadensersatzsumme.

Milliardengeschäft für den Finanzierer

In diesem Fall finanzierte Burford Capital die Klage des Entwicklerstudios Taction Technology. Das kleine Tech-Unternehmen hatte Apple bereits im Jahr 2021 verklagt und behauptet, der iPhone-Konzern habe haptisches Feedback-Know-how für die Taptic Engine (die für die präzisen Vibrationen im iPhone und der Apple Watch sorgt) gestohlen und ohne Erlaubnis in seinen Produkten verwendet.

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit – Apple hatte die Vorwürfe stets bestritten und das Verfahren 2023 zunächst sogar gewonnen, bevor Taction in Berufung ging – entschied die Jury nun überraschend zugunsten von Taction. Apple muss stolze 5,72 Milliarden Dollar Schadensersatz leisten.

Apple plant Berufung

Ob die Milliarden tatsächlich jemals fließen werden, bleibt jedoch abzuwarten. Apple hat bereits angekündigt, das Urteil anzufechten und in die nächste Instanz zu gehen. Für Burford Capital ist der Etappensieg vor der Jury jedoch schon heute ein Erfolg, der das Geschäftsmodell der Prozessfinanzierung in Milliardenhöhe eindrucksvoll unterstreicht.

Schreibe einen Kommentar