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11. Oktober 2026

Roman van Genabith

Nachfrage doch schwächer? Apple kappt iPhone 18 Pro-Produktion

    • Zunächst sah es nach einem glänzenden Marktstart für das iPhone 18 Pro aus, doch dem ist womöglich doch nicht so.
    • Apple soll seine Zulieferer aufgefordert haben, die Produktion des neuen Top-Modells zurückzufahren, da die Nachfrage nicht wie erwartet ausfalle..
    • Auch das iPhone Duo könnte von diesem Effekt betroffen sein, den Marktforscher auf die empfindlich hohen Preise zurückführen.

Apple hat Berichten zufolge die Bestellungen für Komponenten des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max deutlich reduziert. Wie Nikkei Asia unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, soll der Konzern ausgewählte Zulieferer angewiesen haben, ihre Produktion zurückzufahren. Hintergrund sei eine schwächere Nachfrage nach den beiden Premium-Smartphones, die unter anderem auf die gestiegenen Verkaufspreise zurückgeführt wird.

Dem Bericht zufolge plant Apple bereits seit Anfang September vorsichtiger mit den erwarteten Verkaufszahlen. Für Oktober seien die Bestellungen bestimmter Komponenten gegenüber der ursprünglichen Planung um mindestens 15 Prozent gesenkt worden. Ein Manager aus der Lieferkette spricht sogar von Kürzungen zwischen 15 und 20 Prozent bei beiden Pro-Modellen.

Die Anpassungen betreffen allerdings nicht sämtliche Zulieferer gleichermaßen. Aufgrund unterschiedlicher Produktions- und Lieferzeiten wirken sich die reduzierten Bestellungen zunächst nur auf einen Teil der Fertigung aus. Ob Apple seine Bestellungen auch für November und die folgenden Monate weiter reduzieren wird, ist bislang unklar.

Höhere Preise belasten offenbar die Nachfrage

Als wesentlichen Grund für die Entwicklung nennt Nikkei Asia die Preiserhöhungen bei den neuen iPhone-Modellen. Apple hat sowohl das iPhone 18 Pro als auch das iPhone 18 Pro Max gegenüber der jeweiligen Vorgängergeneration um 100 US-Dollar verteuert.

Die höheren Preise könnten dazu führen, dass sich Kunden bei einer Neuanschaffung zurückhalten oder den Wechsel auf ein aktuelles Modell verschieben. Gleichzeitig könnten die gestiegenen Verkaufspreise den finanziellen Effekt geringerer Stückzahlen für Apple zumindest teilweise ausgleichen.

Ein weiterer Faktor ist die veränderte Veröffentlichungsstrategie. Anders als in den vergangenen Jahren hat Apple im Herbst nicht die gesamte neue iPhone-Generation gleichzeitig auf den Markt gebracht. Das reguläre iPhone 18 soll erst im kommenden Frühjahr erscheinen.

Ein von Nikkei Asia zitierter Zulieferermanager erklärte, die Nachfrage falle schwächer aus als in Jahren, in denen sämtliche neuen Modelle gemeinsam vorgestellt wurden. Nach Einschätzung der befragten Branchenvertreter reicht die zeitlich gestaffelte Markteinführung allerdings nicht aus, um die geringeren Bestellungen vollständig zu erklären.

Auch iPhone Duo könnte betroffen sein

Die schwächere Nachfrage nach den Pro-Modellen könnte nach Einschätzung einzelner Zulieferer auch Auswirkungen auf Apples erstes faltbares iPhone haben. Ein Informant erwartet, dass das iPhone Duo nach seiner Markteinführung ebenfalls von Produktionskürzungen betroffen sein könnte.

Dabei handelt es sich bislang allerdings lediglich um eine Einschätzung aus der Lieferkette. Konkrete Bestellreduzierungen für das faltbare Modell werden in dem Bericht nicht genannt.

Weitere Hinweise auf die tatsächliche Nachfrage nach der neuen iPhone-Generation dürften Apples nächste Quartalszahlen liefern. Der Konzern will seine Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal 2026 Anfang November veröffentlichen. Darin werden erstmals die Verkaufswochen des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max berücksichtigt.

Apple selbst hat die berichteten Produktionskürzungen bislang nicht bestätigt.

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