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11. Oktober 2026

Valentin Heisler

iPhone 18 Pro im Test: Ein bisschen besser, dafür teurer | REVIEW

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Das iPhone 18 Pro zeigt sich im Test als rundum gutes Smartphone, das in fast jedem Bereich ein kleines Stück zulegt: Der A20 Pro liefert vor allem bei der Grafik- und KI-Leistung einen ordentlichen Sprung, die deutlich größere Dampfkammer hält das Gerät kühler und die Kamera bekommt eine variable Blende sowie zahlreiche Software-Neuerungen. Beim Design bleibt dagegen fast alles beim Alten. Gleichzeitig verlangt Apple mit einem Einstiegspreis von 1.449 Euro satte 150 Euro mehr als beim iPhone 17 Pro zum Verkaufsstart. Währenddessen fehlt hierzulande mit Siri AI das wichtigste Feature. Unterm Strich ist es ein recht langweiliges Modell-Upgrade mit gleichem Design, aber höherem Preis.

Jedes Jahr im September dasselbe Ritual: Apple zeigt neue iPhones, verspricht das „beste iPhone aller Zeiten“ und wir fragen uns, ob sich das Upgrade diesmal wirklich lohnt. Recht schnell wurde klar: Es ist kein Neuanfang, sondern eine klassische Modellpflege. Man hebt sich den großen Sprung wohl für 2027 auf, wenn das iPhone sein 20-jähriges Jubiläum feiern wird. Denn habe ich für euch das iPhone 18 Pro in den vergangenen Tagen intensiv im Alltag genutzt und direkt mit meinem iPhone 17 Pro verglichen, das ich ein Jahr lang als Hauptgerät im Einsatz hatte. Außerdem musste es sich in Benchmarks und unter der Wärmebildkamera beweisen. Was das iPhone 18 Pro besser macht, wo es schwächelt und warum ich euch beim Thema Kaufempfehlung diesmal eine ungewohnt klare Aussage geben kann, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Optisches „S“-Modell, das Apple nicht so nennt

Zum Unboxing gibt es nicht viel zu sagen, und das ist wörtlich zu nehmen. Was früher ein Erlebnis war, ist inzwischen ähnlich aufregend wie das Öffnen einer Packung Taschentücher. Im Karton findet ihr neben dem iPhone nur noch ein USB-C-Ladekabel und unnötige Anleitungen. Ein Netzteil oder gar Kopfhörer gibt es ohnehin schon lange nicht mehr. Aus Umweltsicht mag man das begrüßen, beim Premium-Preis fühlt es sich trotzdem jedes Mal ein bisschen karg an. Wie wäre es denn mit einem Mini-Poliertuch oder einem Gutschein für den Apple Store – einfach nur so als Dankeschön? Früher lagen immerhin noch Apple-Sticker bei.

Apropos früher: Einstmals konnte man die Generationssprünge der iPhones sehr gut am Namen erkennen. Ein großer Sprung mit neuem Design bedeutete eine neue Versionsnummer, kleinere Verbesserungen bei vergleichbarem Design gab es mit gleicher Nummer und einem „S“ dahinter. Den Anfang machte das iPhone 3GS als Weiterentwicklung des iPhone 3G, das Ende leitete das iPhone Xs ein. Seither zählt Apple jedes Jahr eine Versionsnummer weiter. Das kennen wir inzwischen zwar, aber rein optisch wären wir nach alter Logik eher bei einem iPhone 17s Pro.

Denn die äußerlich einzige nennenswerte Änderung betrifft den grausam-hässlichen Glaseinsatz auf der Rückseite. Dieser hat sich farblich nun besser an das Aluminiumgehäuse angenähert, wodurch die Rückseite etwas homogener wirkt. Hässlich bleibt er nach wie vor, sorry… Über das dezentral platzierte Apple-Logo sprechen wir lieber nicht. Das knallige Orange aus dem letzten Jahr hat Apple verbannt, als neue experimentelle Farbe kam Burgunder-Rot ins Portfolio. Das verleiht dem Handy einen wirklich edlen Anstrich. Auch die weiteren neuen Farben Schwarz, Silber und Polar (Hellblau) gefallen mir.

Nach wie vor bin ich kein Freund des Alu-Designs. Mit einem tränenden Auge blinzle ich zum iPhone 15 Pro oder sogar iPhone Air, bei denen ein schicker Titanrahmen mit vollflächiger Glasrückseite zum Einsatz kommt. Das wirkt für mich einfach hochwertiger. Auf der anderen Seite weiß ich inzwischen definitiv die Vorteile in Sachen Wärmeentwicklung zu schätzen. Dazu später mehr…

Von hinten ist das iPhone 18 Pro (rechts) kaum vom Vorgänger (Mitte) zu unterscheiden. Das Glas-Titan-Design des iPhone 15 Pro (links) bleibt mein optischer Favorit.
Von hinten ist das iPhone 18 Pro (rechts) kaum vom Vorgänger (Mitte) zu unterscheiden. Das Glas-Titan-Design des iPhone 15 Pro (links) bleibt mein optischer Favorit. (Bild: Valentin Heisler)

pCloud als praktische Ergänzung zu eurem iPhone

Spätestens beim Einrichten eines neuen iPhones merkt ihr es wieder: Mehr interner Speicher kostet bei Apple ordentlich Aufpreis, und spätestens wenn eure Fotomediathek und die ersten 4K-Videos den Speicher füllen, wird es eng. 

Eine Alternative dazu ist eine externe Cloud – und hier bringt sich pCloud ins Spiel. Der Schweizer Anbieter zählt mit über 24 Millionen Nutzern weltweit und mehr als 13 Jahren Markterfahrung zu den etablierten europäischen Alternativen zu den großen US-Cloud-Diensten – mit europäischem Datenschutz als Extra. Besonders praktisch: Die App pCloud Drive bindet den Cloud-Speicher auf dem Mac als virtuelles Laufwerk ein, während die iOS-App eure iPhone-Fotos automatisch sichert und so Platz auf dem Gerät freihält.

Die neuesten Funktionen:

  • pCloud Docs: Seit kurzem könnt ihr Dokumente in Echtzeit gemeinsam mit anderen Nutzern erstellen und bearbeiten – ganz ohne Tools von Drittanbietern. 
  • Dateien und Ordner können über Links oder Einladungen mit anderen geteilt werden. Den in den Premium-Plänen monatlich verfügbaren Shared-Link-Traffic hat pCloud erst kürzlich verdoppelt (z.B. pCloud Lifetime Premium 1 TB: 2 TB Shared-Link-Traffic). 
  • pCloud Photos und integrierter Foto-Editor: Damit könnt ihr Fotos automatisch nach Datum in einer übersichtlichen Galerie mit intuitiver Zeitleiste organisieren. Die Fotos könnt ihr dann direkt in pCloud bearbeiten.

Statt eines weiteren Abos setzt pCloud auf ein Lifetime-Modell: einmal zahlen und je nach Tarif bis zu 10 TB Speicherplatz ein Leben lang nutzen, ganz ohne wiederkehrende Kosten.

(Bild: KI-generiert)

Kratzfestes Display, geschrumpfte Dynamic Island

Beim Display setzt Apple auf das gleiche stabile Displayglas wie beim Vorgänger aus 2025. Und hier muss ich Apple ausdrücklich loben: Das iPhone 17 Pro war mein erstes iPhone, bei dem ich nach einem Jahr intensiver Nutzung keinerlei nennenswerte Abnutzungserscheinungen oder Kratzer feststellen kann. Ihr könnt euch die Displayfolie beim iPhone 18 Pro also ebenso sparen. Am Panel hat sich ebenfalls nichts getan; also ebenso wenig bei der Auflösung, der Bildwiederholrate oder an der Antireflexionsbeschichtung. Gerade bei Letzterer würde im Vergleich zur Konkurrenz durchaus mehr gehen, hier ruht sich Apple ein wenig auf dem Status-quo aus. Ansonsten sprechen wir aber von einem super guten Display.

Die sichtbarste Neuerung betrifft die Dynamic Island: Sie ist kleiner geworden, weil der Infrarot-Sensor für Face ID nun unter dem Display sitzt, ziemlich genau links neben der Uhrzeit. Wenn man es weiß, erkennt man an dieser Stelle eine leichte Unschärfe beziehungsweise eine geringere Auflösung. Das liegt daran, dass die Infrarot-Kamera kleine Löcher im Display benötigt. Apple hat diese Pixel-Aussparung allerdings fließend gelöst, sodass der Übergang für den Normalnutzer kaum auffällt. In manchen Winkeln und bei bestimmten Lichtverhältnissen schimmert der kreisförmige Sensor aber dennoch durch. Der Vorteil: Die Dynamic Island kann nun drei Live-Aktivitäten gleichzeitig anzeigen. Wer also parallel einen Timer laufen hat, Musik hört und einen Hotspot vergeben hat, sieht alles auf einen Blick.

Links neben der Uhrzeit sitzt nun der Infrarot-Sensor unter dem Display. Dadurch ist die Hardware der Dynamic Island deutlich geschrumpft.
Links neben der Uhrzeit sitzt nun der Infrarot-Sensor unter dem Display. Dadurch ist die Hardware der Dynamic Island deutlich geschrumpft. (Bild: Valentin Heisler)

Variable Blende und exklusive Software-Features

Auch bei der Kamera bleibt vieles so, wie man es vom iPhone 17 Pro kennt. Das wichtigste – oder viel mehr das einzige nachvollziehbare – Hardware-Update ist die variable Blende im Hauptsensor, die zwischen f/1,48 und f/4,0 wechseln kann. Apple macht hier ein riesiges Fass auf. Aber bringt das nun wirklich was? Naja, es kommt darauf an, was man möchte. Mögt ihr manuell erzeugte Blendensterne bei Lichtquellen oder allgemein mehr Kontrolle über die Tiefenschärfe und die eingefangene Lichtmenge, dann ist das eine ganz nette Spielerei. Diese stößt allerdings sehr schnell an ihre Grenzen und macht die iPhone-18-Pro-Kamera damit nicht zum iPhone-17-Pro-Killer. Und klar sollte auch sein, dass die beworbenen Werte und Effekte schon rein physikalisch nicht mit denen einer Vollformat-DSLM gleichzusetzen sind.

Mit der variablen Blende hat man unter anderem etwas mehr Möglichkeiten bei der Einstellung der Tiefenschärfe – hier das volle Spektrum von f/1,48 bis f/4,0 bei einer Nahaufnahme.
Mit der variablen Blende hat man unter anderem etwas mehr Möglichkeiten bei der Einstellung der Tiefenschärfe – hier das volle Spektrum von f/1,48 bis f/4,0 bei einer Nahaufnahme. (Bild: Valentin Heisler)

Wer sowieso nur einigermaßen „perfekte“ Schnappschüsse machen möchte und keinen Gefallen an einer variablen Blende findet, braucht ohnehin kein iPhone 18 Pro und kein anderes Pro-iPhone. Das schaffen die Vorgängergenerationen und Non-Pro-Modelle genauso. Da es zur Systemkamera nicht wirklich mehr zu sagen gibt, erspare ich mir/euch an dieser Stelle weitere Details zur Hardware oder bereits bekannten Features. Lest euch für einen detaillierten Abriss der Kameralinsen einfach unseren Test zum iPhone 17 Pro durch (LINK).

Deutlich mehr neue Funktionen findet man softwareseitig in der Kamera-App selbst. Was mich allerdings stört: Apple beschränkt so gut wie alle Neuerungen auf das iPhone 18 Pro, sämtliche Vorgängermodelle bleiben trotz vergleichbarer Hardware außen vor. Hier mal eine Auswahl der künstlich auf das iPhone 18 Pro reduzierten Funktionen:

  • Zeitraffer in 4K: Endlich! Dass das so lächerlich lange gedauert hat, ist mir ohnehin ein Rätsel.
  • Mehr manuelle Einstellungen: Man kann in der Kamera-App nun viel mehr manuell steuern. Warum das iPhone 17 Pro aber etwa keinen einstellbaren Weißabgleich bekommt, erschließt sich mir nicht.
  • Intelligente Fokusverfolgung: Motive werden nun cleverer verfolgt.
  • Mehr Fotografische Stile: Es gibt zusätzliche Stil-Filter zur Anpassung der Aufnahmen.
  • Kino-Modus in 4K mit 60 fps: Eine angenehme Neuerung, jedoch ist bei den Vorgängern bei 30 fps Schluss.

So richtig „Pro“ sind die neuen Einstelloptionen dennoch nicht. Für ambitionierte Hobbyfotografen ist das ein netter Schritt in die richtige Richtung, der echte Profi wird aber wohl weiterhin bei Alternativ-Apps bleiben müssen.

Die Kamera-App des iPhone 17 Pro hat deutlich weniger Einstellmöglichkeiten als die App des iPhone 18 Pro – und das völlig künstlich!
Die Kamera-App des iPhone 17 Pro hat deutlich weniger Einstellmöglichkeiten als die App des iPhone 18 Pro – und das völlig künstlich! (Screenshot: Valentin Heisler)

Dampfkammer wächst weiter

Mit dem iPhone 17 Pro hat Apple erstmals eine Dampfkammer (Vapor Chamber) im iPhone verbaut, die neben dem Alu-Gehäuse einen großen Beitrag zur besseren Kühlung leisten soll. Was ich letztes Jahr noch kritisch gesehen, hat sich im Alltag durchaus bewährt. Im diesjährigen Hochsommer habe ich unter der prallen Mittagssonne eine längere Video-Session mit dem iPhone 17 Pro gedreht und das Teil wurde wirklich erbärmlich heiß. Und ja, die Kamera-App ist hin und wieder abgeschmiert. Dennoch konnte ich das Projekt mit Müh und Not zu Ende filmen. Zwei Tage später habe ich bei ähnlichem Wetter mit dem iPhone 15 Pro ohne Alu-Gehäuse und ohne Kühlkammer ein paar Videos machen wollen – keine Chance. Zusammengefasst macht die Dampfkammer einen guten Job, auch beim kabellosen Aufladen oder beim Gaming merkt man die geringere Wärmeentwicklung deutlich.

Beim iPhone 18 Pro legt Apple nochmal nach: Die Dampfkammer soll eine dreimal so große Oberfläche als davor besitzen und die Wärme somit gleichmäßiger verteilen sowie schneller an den Aluminiumkörper abgegeben können. Beim wirklich intensiven Solar Bay Extreme Stresstest von 3DMark erwärmte sich das iPhone 18 Pro etwas langsamer als das iPhone 17 Pro, die gemessene Temperatur auf der Rückseite war am Vorgängermodell jedoch meist nur geringfügig höher. Auch im Alltag merke ich wenn überhaupt eine kleine Verbesserung beim diesjährigen Modell. Für einen extremen Alltagstest in der Sommersonne bin ich leider schon zu spät dran. Zusammenfassend sei gesagt: Spätestens bei der Kühlleistung versöhne ich mich ein Stück weit mit dem Form-Follows-Function-Ansatz des Alu-Designs. Es bringt wirklich was!

Jeweils die Gehäuse-Temperaturen des iPhone 17 Pro (links) und des iPhone 18 Pro (rechts) bei Beginn und bei Ende des 3DMark-Stresstests.
Jeweils die Gehäuse-Temperaturen des iPhone 17 Pro (links) und des iPhone 18 Pro (rechts) bei Beginn und bei Ende des 3DMark-Stresstests. (Bild: Valentin Heisler)

A20 Pro teils schneller als M-Chips

Im Inneren des iPhone 18 Pro arbeitet der neue A20 Pro, der noch näher an die Leistung der M-Chips heranrückt und diese in einigen Teilen sogar schon übertrifft. Laut Apple sollen rund 20 Prozent mehr Leistung drin sein, wobei mein iPhone 18 Pro im CPU-Test von Geekbench 7 sogar deutlich mehr schafft: +25 Prozent im Single-Core und +28 Prozent im Multi-Core. Im Single-Core ist es besser als aktuelle Ergebnisse des iPad Pro mit M4, der Multi-Core kommt auch gefährlich nah ran.

Richtig beeindruckend wird es bei der Grafik: In Sachen GPU lässt das iPhone 18 Pro den M4 des iPad Pro sogar um +14 Prozent komplett hinter sich, das iPhone 17 Pro sogar um +47 Prozent. Besonders sichtbar wird die gesteigerte GPU-Performance bei KI-Anwendungen. Im GPU-Test von Geekbench AI ist das iPhone 18 Pro knapp 38 Prozent schneller als das iPhone 17 Pro und 1,25-mal so schnell wie das iPad Pro mit M4. Hier zeigt sich ganz klar, dass der M4 nicht primär für KI-Anwendungen gedacht ist. Beim Test der Neural Engine liegt das iPhone 18 Pro über 26 Prozent vor seinem Vorgänger.

Die Ergebnisse des iPhone 18 Pro sprechen eine sehr deutliche Sprache: Ein Power-Zuwachs vom Feinsten!
Die Ergebnisse des iPhone 18 Pro sprechen eine sehr deutliche Sprache: Ein Power-Zuwachs vom Feinsten! (Tabelle: Valentin Heisler)

Zurück zum 3DMark Solar Bay Extreme Stresstest: Aufgrund der Temperatur muss das iPhone 18 Pro zwar – ebenso wie der Vorgänger – nach den ersten zwei Durchläufen drosseln, nach 20 Minuten ist es im stark erwärmten Zustand aber immer noch 50 Prozent schneller als das iPhone 17 Pro. Auch die Bildwiederholrate ist beim neueren Gerät erheblich besser.

Das sind alles beeindruckende Zahlen und zeigen, dass sich im Inneren wohl doch mehr getan hat, als man zunächst denkt. Damit ist das iPhone 18 Pro rein von den Werten der schnellste „Rechner“ in meinem Haus. Doch wie jedes Jahr zeigt sich davon im Alltag kaum etwas. Apps öffnen sich flott, Scrollen ist butterweich, PDFs laden schnell usw. – aber das war beim iPhone 17 Pro nicht anders. Die Mehrleistung spielt ihre Stärken vor allem bei anspruchsvollen Spielen, Videobearbeitung und intensiven KI-Aufgaben aus. Und genau bei Letzterem kommen wir später noch zu einem ziemlich großen Haken.

Der GPU-Leistungsanstieg lässt sich in 3DMark Solar Bay Extreme sehr gut nachvollziehen.
Der GPU-Leistungsanstieg lässt sich in 3DMark Solar Bay Extreme sehr gut nachvollziehen. (Screenshots: Valentin Heisler)

Was es sonst noch zu sagen gibt

Schnelleres Laden mit magischen Voraussetzungen

Die Akkukapazität ist beim iPhone 18 Pro im Vergleich zum iPhone 17 Pro nur um knappe 2 Prozent gewachsen. Einen deutlichen Zuwachs der Laufzeit wird man eher beim iPhone 18 Pro Max merken, wo es immerhin 12 Prozent mehr sind. Jedoch ist eine längere Laufzeit nicht universell auf alle Tasks übertragbar. Ein schnellerer Chip braucht trotz seiner Effizenzkerne auch mehr Energie. Ruft man dagegen die volle Power ab, von der der A20 Pro nun mal mehr hat als seine Vorgänger, geht der Akku ähnlich schnell zur Neige. Am längsten halten die iPhones deswegen bei effizienten Alltagsaufgaben durch. Am Ende sind es aber keine zig Stunden mehr als davor. An einem durchschnittlichen Tag lande ich abends bei 20 bis 25 Prozent Restakku und muss so oder so aufladen. Pro-Max-Nutzer haben am Abend sicherlich mehr übrig.

Thema Aufladen… Apple verspricht, dass das iPhone 18 Pro schneller lädt: 50 Prozent in 15 Minuten. Allerdings nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen und wenn der Mond günstig steht. So benötigt man ein Dynamisches 40-Watt-Netzteil, das Apple für schlappe 45 Euro anbietet. Selbst ein viel leistungsstärkeres MacBook-Netzteil ist nicht geeignet für das schnellere Laden, da es die dynamische Spannungsversorgung nicht besitzt. Da ich für diesen Testbericht kein weiteres Netzteil kaufen wollte, müssen wir uns auf Apples Aussage verlassen. Halten wir fest: mehr Marketing als tatsächlicher Nutzen!

iPhone Handoff als verstecktes Highlight?

Mit iOS 27 führt Apple eine Funktion ein, mit der man seine Handynummer immer auf das iPhone mitnehmen kann, das man gerade nutzt. Ich habe das mit zwei Geräten mit iOS 27 und einem MultiSIM-Tarif der Telekom ausprobiert. Das Ergebnis ist ernüchternd: Der Wechsel wird sofort durchgeführt und das auch recht zuverlässig, dafür gibt es einige Aber. Einerseits klappt der Transfer nur mit zwei Geräten, nicht mehr. Andererseits bleibt die Apple Watch immer mit dem initialen iPhone gekoppelt und „wandert“ nicht mit. Und unterwegs hat der Wechsel überhaupt nicht geklappt, aber vielleicht habe ich auch etwas falsch gemacht. Alles also ganz nett, aber mehr eben auch nicht.

Voller Preis, halber Funktionsumfang: Siri AI?!?

Kommen wir zum größten Problem des iPhone 18 Pro, und das hat nichts mit der Hardware zu tun: In der EU gibt es kein Siri AI. Schlicht und ergreifend fehlt damit das Haupt-Feature des iPhone 18 Pro, für das Apple einen solch KI-starken Chip überhaupt erst verbaut hat und für das hauptsächlich die Werbetrommel gerührt wird.

Auf einem kompatiblen Mac lässt sich Siri AI zwar solala nutzen, wenn Systemsprache und Siri auf dieselbe Sprache und Region eingestellt sind. Allerdings ist dann alles auf Englisch, denn Deutsch ist bei Siri AI generell nicht verfügbar. Und das war’s noch nicht mal – in der EU muss man aus diversen Gründen auf einige weitere nützliche Funktionen verzichten: AirPods als Kamera-Mikrofon, Live-Rewind auf der Apple Watch oder auch Fernzugriff über FaceTime (also quasi Apples eigenes TeamViewer).

Hintergrund der fehlenden Siri-Erweiterung sind vor allem Konflikte zwischen Apple und der EU. Letztere will gerade den großen Tech-Playern aus den USA Grenzen aufzeigen – ehrlicherweise ist das sehr respektabel. Immerhin ist die EU das einzige multinationale Bündnis, das sich so vehement einem Apple und Co. gegenüberstellt. Und etwa der Zwang, iPhones mit USB-C auszustatten, sind die Früchte dieser Arbeit. Auf der anderen Seite sieht man aktuell, wie generalisierte Regulierungspläne den technischen Fortschritt auch be- und verhindern können. Ich bin mir sicher, dass es Lösungen gäbe, die beide Parteien zufriedenstellen würden. Aktuell sehen wir aber nur zwei Kinder, die sich zanken und dem jeweils anderen den Schwarzen Peter zuschieben. Feststeht: Der Nutzer ist der eigentlich Leidtragende, wenn er den vollen Preis bezahlen muss, aber auf solch essenzielle Features wie Siri AI verzichten muss.

Was mich dabei besonders ärgert: Apple weist nur hinter vorgehaltener Hand darauf hin, dass Siri AI und Co. nicht verfügbar sind. Mal steht es im Kleingedruckten, mal gar nicht. Im gesamten Bestellprozess in der Apple-Store-App wurde ich nirgendwo auffällig darauf hingewiesen, dass es in der EU kein Siri AI gibt und vermutlich auch längere Zeit nicht geben wird. Dann kaufe ich mir doch lieber das neue Poliertuch für 10 Euro – da weiß ich wenigstens, was ich bekomme!

Ein kurzer Exkurs: Aufpreis mit-ohne Rechtfertigung?

Am Ende meines iPhone 18 Pro Tests bleibt ein zwiespältiger Eindruck. Eigentlich ist das iPhone 18 Pro ein richtig gutes Smartphone. Aber das iPhone 17 Pro war eben auch schon ein richtig gutes Smartphone.

Beim iPhone 18 Pro zahlt ihr einen saftigen Aufpreis von über 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr: Statt 1.299 Euro zum Start des iPhone 17 Pro werden nun mindestens 1.449 Euro fällig. Apple rechtfertigt das mit gestiegenen Speicherpreisen. Inwiefern sich diese auf Apple wirklich derart auswirken, sei dahingestellt. Denn gleichzeitig dürfte der Entwicklungsaufwand ziemlich sicher geringer gewesen sein als bei einem komplett neu gestalteten iPhone mit zahlreichen Verbesserungen. Mir kann also keiner erzählen, dass Apple (theoretisch) höhere Einkaufspreise nicht irgendwie hätte kompensieren können; noch dazu, weil das iPhone 18 Pro einfach keine Weltneuheit ist.

Normalerweise lautet meine Kaufempfehlung an dieser Stelle immer: Nicht upgraden, wenn ihr ein recht aktuelles iPhone habt, sondern nur dann, wenn ihr von einer alten Krücke kommt oder ein Feature des neuesten Modells ganz besonders mögt. Diesmal ist meine Meinung aber ganz klar: Wenn ihr ein neues iPhone braucht und euch die „Was macht mehr Sinn“-Frage stellt, holt euch das iPhone 17 Pro und spart euch das übrige Geld! Denn auch wenn das iPhone 18 Pro ein gutes Handy ist, steht ihm der Vorgänger im Alltag in nichts nach. Beim iPhone 18 Pro zahlt ihr viel zu viel für Features, die das iPhone hierzulande Stand jetzt gar nicht bietet.

Mein Appell ist ganz klar: Kauft ein Smartphone immer nur basierend auf dem, was es heute für euch leistet, und nicht auf dem, was es in Zukunft möglicherweise noch leisten könnte. Das iPhone 18 Pro nur wegen Siri AI zu kaufen und darauf zu warten, dass es irgendwann in der EU startet, ist schlichtweg bescheuert.

Warum pCloud-Speicher? Extra sicher durch Verschlüsselung

Wer die Speicheroption innerhalb der EU zu schätzen weiß, ist bei pCloud richtig. Sicherheit steht hier ganz oben: Beide Rechenzentren, in Luxemburg und in den USA, sind physisch gegen Feuer, Wasser und Einbruch abgesichert. Beim Speichern im EU Rechenzentrum greift zusätzlich die DSGVO. Zudem unterliegen eure Daten den besonders strengen Schweizer Datenschutzgesetzen. Mit der optionalen Zero-Knowledge-Verschlüsselung pCloud Encryption haben zudem weder Dritte noch pCloud selbst Zugriff auf eure Dateien. 

Praktisch für alle, die zum ersten Mal von iCloud oder Google-Diensten wechseln wollen: Bis zu 10 GB lassen sich komplett kostenlos und ohne Kreditkarte testen. Probiert es also einfach aus.

(Bild: KI-generiert)

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