Mit den AirPods sorgte Apple seinerzeit für einen echten Boom im Marktsegment der komplett kabellosen In-Ears, bei der Kategorie Open-Ears schaut sich Cupertino das vom Seitenrand an. Andere Hersteller nutzen die Chance, zu denen nun auch CMF gehört.
- CMF bringt mit den Clip Pro seine ersten Open-Ear-Ohrhörer auf den Markt – der Gehörgang bleibt frei, die Umgebung hörbar.
- Auffälligstes Merkmal ist ein physischer Drehregler im Ladecase, der Wiedergabe, Lautstärke und Anrufe steuert.
- Ab dem 15. September sind die Clip Pro hierzulande für 79,95 Euro erhältlich.
CMF präsentiert seinen ersten Open Ear
Open-Ear-Kopfhörer haben in den letzten Jahren ordentlich Fahrt aufgenommen – und CMF, die Budgetlinie von Nothing, steigt nun ebenfalls in das Segment ein. Die Clip Pro sitzen nicht im Gehörgang, sondern werden über einen flexiblen Bügel mit Titandrahtkern an drei Punkten außen am Ohr gehalten. Musik läuft, Verkehr bleibt hörbar, Gespräche am Rand lassen sich noch wahrnehmen. Das macht sie besonders interessant für lange Arbeitstage, Spaziergänge und Sporteinheiten. Mit 5,9 Gramm pro Seite fällt das Gewicht kaum auf.
Der Clou sitzt im Case
Das markanteste Detail steckt nicht an den Ohrhörern selbst, sondern am Ladecase: Ein physischer Drehregler, CMF nennt ihn „Smart Dial“, erlaubt es, Lautstärke zu regeln, die Wiedergabe zu steuern und Anrufe anzunehmen, ohne das Smartphone aus der Tasche zu holen. Auch das Koppeln neuer Geräte soll darüber funktionieren, die Belegung lässt sich in der Nothing-X-App individuell anpassen.

Wer das Case gerade nicht zur Hand hat, greift auf die physischen Bedienelemente an den Ohrhörern zurück.
Technik mit LDAC und Sound-Seal-Funktion
Für die Audiowiedergabe kommen 10,8-Millimeter-Treiber zum Einsatz. Erfreulich für die Preisklasse: CMF unterstützt neben AAC und SBC auch LDAC. Eine „Ultra Bass“-Abstimmung soll den bei offenen Konstruktionen typischen Verlust tiefer Frequenzen ausgleichen. Dass bei diesem Baukonzept etwas Klang nach außen dringt, ist unvermeidlich – CMF adressiert das mit der „Sound Seal“-Funktion, die den Abstrahlungsgrad reduzieren soll. Ob sie bei Musik, Telefonaten oder beidem aktiv ist, lässt sich in der App einstellen. Für Anrufe sorgen vier Mikrofone dafür, dass die eigene Stimme von Wind und Umgebungslärm getrennt wird. Dazu gesellen sich Bluetooth 5.4, Multipoint für zwei gleichzeitig verbundene Geräte sowie ein Niedriglatenz-Modus. Schutz gegen Schweiß und Spritzwasser kommt per IP54 – für Sport ausreichend, aber kein vollwertiger Nasseinsatz.
Akku und Verfügbarkeit
Laut Hersteller halten die Clip Pro mit einer Ladung bis zu zehn Stunden durch, zusammen mit dem Case sollen es 32,5 Stunden sein. Zehn Minuten am Kabel reichen für weitere vier Stunden. In den USA, Großbritannien und Japan sind die Clip Pro bereits ab dem 15. August im Handel; Deutschland folgt am 15. September zum Preis von 79,95 Euro.


