Die Service-Sparte von Apple ist neben dem iPhone das wichtigste Standbein für den Konzern und verzeichnete bis zum letzten Quartal regelmäßig neue Rekordzahlen. Doch nun stagniert die Sparte und Apple steuert mit Preiserhöhungen gegen. Diese betreffen nun auch Apple One in Europa. Wir haben die Details.
Family-Tarif trifft es am breitesten
Am stärksten wirkt sich die Änderung beim Familienpaket aus. Nutzer in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Lettland, Malta, Portugal, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Wer gerade erst abschließt, zahlt die neuen Konditionen sofort. Bestandskunden erhalten eine Mail und wechseln mit der nächsten Abrechnung automatisch in den höheren Tarif. Beim Premium-Abo geht Apple selektiver vor: Hier klettern die Preise ausschließlich in Spanien, Portugal und der Schweiz. Der günstigste Tarif für Einzelpersonen bleibt dagegen in sämtlichen Märkten stabil – hierzulande also bei 19,95 Euro im Monat.
Gemeinsame Währung, unterschiedliche Preisschilder
Spannend ist der Blick auf die konkreten Zahlen innerhalb der Eurozone. Spanische Abonnenten zahlen nach dem Aufschlag von jeweils 2 Euro nun 27,95 Euro für das Familienpaket und 36,95 Euro für Premium. In Portugal werden für dieselben Pakete nur 23,95 beziehungsweise 32,95 Euro fällig – ebenfalls 2 Euro mehr als vorher, aber absolut deutlich günstiger. Warum der iPhone-Konzern innerhalb derselben Währungszone so unterschiedlich kalkuliert, kommuniziert er nicht. Schweizer Abonnenten landen bei 33,90 Franken für Familie und 42,90 Franken für die Premium-Stufe. Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien bleiben von dieser Runde komplett unberührt. Das Familienpaket gibt es hierzulande weiterhin für 25,95 Euro, Premium für 34,95 Euro monatlich. Zur Erinnerung: Im Familientarif stecken 200 GB iCloud-Speicher, Apple TV, Apple Music und Apple Arcade – nutzbar mit bis zu fünf weiteren Personen. Premium verdoppelt den Speicher auf 2 TB und legt Apple Fitness+ obendrauf.
Kein Ende der Preisspirale in Sicht
Dass die Verschnaufpause für den deutschsprachigen Raum von Dauer ist, darf bezweifelt werden. Schon im August 2026 verteuerte Apple den Streamingdienst Apple TV in den USA um satte 30 Prozent, von 9,99 auf 12,99 Dollar, und kündigte weitere internationale Anpassungen an, Apfelpage berichtete. Das Muster ist klar: Die Amerikaner zahlen zuerst, der Rest der Welt zieht nach. Ob Deutschland und Österreich bei der nächsten Welle erneut davonkommen, steht in den Sternen.


