Vor iPhone X-Start: Apple-Geschäftsräume in Südkorea von Behörden durchsucht

Apple Store in Taiwan

Südkoreanische Behörden durchsuchten die Geschäftsräume von Apple Südkorea und stellten Fragen zu dessen Geschäftspraktiken. Der Besuch fiel zeitlich sehr auffällig mit dem Start des iPhone X im Land zusammen. Es war drei Minuten nach Beginn der Vorbestellungen vergriffen.

Es fällt schwer hier an einen Zufall zu glauben: Just zu dem Zeitpunkt, als das iPhone X in Südkorea startet, erhält die lokale Apple-Dependance Besuch der Behörden. Man wird durchsucht. Man bekommt Fragen zur Wettbewerbspraxis gestellt. Die südkoreanische Handelsregulierungsbehörde steht schon länger im Verdacht, lokale Firmen vor allzu erfolgreichen ausländischen Wettbewerbern zu schützen. Diese Behörde verfolge definitiv eine protektionistische Agenda, ist Roger Kay überzeugt. Der Präsident der Analysefirma Endpoint Technologies führt aus, es gebe eine lange Geschichte fragwürdiger Aktionen der südkoreanischen Wettbewerbsaufsicht.

Versuche der lokalen Wirtschaft ungebührlichen Einfluss auf politische und regulative Prozesse zu nehmen gab es verschiedentlich: Samsungs langjähriger faktischer Chef Lee Jae-yong wurde etwa wegen Korruptionsvorwürfen zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Wie es mit der Untersuchung bei Apple weitergeht, ist nicht klar. Einen spürbaren Effekt auf die iPhone-Verkäufe dürften sie zunächst aber nicht haben. Das iPhone X startet heute in 13 weiteren Ländern, dazu zählen etwa Malaysia, Südafrika, die Türkei und Länder in Osteuropa. Zuvor war es in 57 Ländern erhältlich.

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Roman van Genabith
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10 Kommentare zu dem Artikel "Vor iPhone X-Start: Apple-Geschäftsräume in Südkorea von Behörden durchsucht"

  1. Ionensturm 24. November 2017 um 10:46 Uhr ·
    Auch das wird die Samsung-Verkäufe nicht steigern…
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  2. Peter 24. November 2017 um 12:18 Uhr ·
    Wer schützt sein Land und seine Interessen nicht? Man muss nur mal kurz über den Atlantik blicken, da sieht man ja, was sich in letzter Zeit so tut. Da ist auch der Umweltschutz nicht mehr so wichtig.
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    • inuli 24. November 2017 um 12:53 Uhr ·
      Peter, der Umweltschutz kostet des Verbrauchers Geld, auf dessen Rücken er stets ausgetragen wurde und wird. Diesbezüglich handelt der von Dir Angesprochene konsequent, und ich wünschte mir eine entsprechende Politik auch hierzulande. Das Prinzip „Schützt die Umwelt: hört auf, zu atmen“ überlasse ich gerne den Grünen & Co. …
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      • inuli 24. November 2017 um 15:36 Uhr ·
        Peter, ich bin wirklich eine arme Wurst und habe wirklich viel Probleme.
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      • 24. November 2017 um 16:32 Uhr ·
        Was ist das für eine bescheuerte Logik? Weil Umweltschutz Geld kostet, ist er unnötig?
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      • inuli 24. November 2017 um 21:41 Uhr ·
        Das ist keine bescheuerte Logik, 🍎 , sondern Notwendigkeit der Kosten-Nutzen-Abwägung. Sogar im worst case = Unterstellung, daß wir nachgewiesenermaßen die Umwelt so beeinträchtigen würden, daß dies (auch noch globale) Konsequenzen hätte, wäre unsere Generation (bzw. mindestens die meinige) nicht tangiert – es sei denn, es würde ein Alter von mindestens um die 120 Jahre erreicht. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst -so war es, so ist es, so bleibt es. In den allermeisten Bereichen soll Umweltschutz prophylaktisch (im Vorgriff) getätigt werden, ohne (hinreichenden) Nachweis von Ursachen und Wirkung, und der Bürger solls bezahlen. Siehe z. B. Katalysator, siehe z. B. Rußfilter, siehe z. B. Verzicht auf gewisse Metalle in der Elektronikverarbeitung, usw., usw., usw. . Wer glaubt, daß es den (hierzulande und anderswo geforderten/praktizierten) Umweltschutz zum Nulltarif geben könnte, ist bescheuert, 🍎. Das hat der Angesprochene richtig erkannt und konsequent umgesetzt. Zusammengefaßt: Umweltschutz ist, als Kostenfaktor, in direkte Relation zum unmittelbar erreichbaren Ergebnis zu setzen, mit Schwerpunkt auf die Frage der Tangierung des jeweiligen Betroffenenkreises. Denn vom Ausbleiben von Nachteilen nach meinem Ableben kann ich mir nichts kaufen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ganz einfach.
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      • inuli 24. November 2017 um 21:44 Uhr ·
        Peter, dieser inuli ist tatsächlich eine arme Wurst, denn er hat u. a. mit Denkvermögen, Ehrlichkeit und Anstand Probleme – kann er sich doch noch nicht einmal einen eigenen Nutzernamen ausdenken und verwenden. Deshalb projiziert er seine Probleme auf User, deren Namen er geklaut hat – nennt man gemeinhin „Schizophrenie“ … … …
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  3. inuli 24. November 2017 um 12:50 Uhr ·
    Vlt. könnten (EU-) Sanktionen gegen Südkorea dieses Land zum Überdenken seiner Wettbewerbspolitik bewegen …
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  4. Romanus 24. November 2017 um 15:05 Uhr ·
    Leider hängt mein iphone seit 30 stunden schon in Incheon in Südkorea am Flughafen und nichts geht voran. Vielleicht wird apple auch von den Zollbehörden gebasht. ?! Jemand ähnliche Probleme aktuell?
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  5. Erimo 25. November 2017 um 09:01 Uhr ·
    Mein Iphone hängt ebenfalls seit 48 Stunden in Incheon fest 😕. Sollte eigentlich gestern schon geliefert werden.
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