macOS, Linux und Windows: Fehler in Intel-Prozessoren gefährdet alle Systeme

Abermals wird macOS von einer gravierenden Sicherheitslücke bedroht, dieses Mal ist aber nicht Apple der Schuldige und der Vorfall bedroht nahezu die gesamte Computerwelt. Denn ein Fehler in allen derzeit und in den letzten zehn Jahren verbauter Intel-Prozessoren macht die Betriebssysteme angreifbar.

Eigentlich hatten wir durchaus schon genug Horrormeldungen über Sicherheitslücken und gefährliche Softwarefehler, doch die unschönen Entdeckungen reißen nicht ab. Im vorliegenden Fall ist aber keine Softwarepanne für das Problem verantwortlich, doch das Problem kann offenbar mit Software behoben werden. Wie es scheint, sorgt ein Fehler in Intel-Prozessoren dafür, das Angreifer auf den Kernel zugreifen und eigentlich geschützte Daten auslesen können.

Intel Logo

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Jedes Programm, von einer Datenbankanwendung bis zu simplem Javascript, könne den Angriff durchführen, so die Entdecker der Schwachstelle, einige Entwickler des Linux-Kernel.s. Der Fehler stecke in der Intel 86-64-Architektur und betreffe alle Prozessoren des Prozessorgiganten aus den letzten zehn Jahren.

Update könnte Performance bremsen

Obschon der Fehler von Linux-Kernel-Entwicklern entdeckt wurde, betrifft er natürlich auch das unixoide macOS, aber auch Windows bleibt nicht verschont. Derzeit bereitet Microsoft gerade einen Sonder-Patchday vor, zuerst wird der Hotfix über den Fast Ring des Windows Insider-Programms verteilt. Linux-Nutzer können den Fix in einigen Distributionen schon einspielen und macOS-Nutzer dürften von Apple ebenfalls bald versorgt werden. Wie es aussieht, bringt der Fix aber einen unschönen Nebeneffekt mit sich: Die Performance des Rechners könnte beeinträchtigt werden, wie die Entdecker der Schwachstelle zu bedenken geben. Der Performanceabschlag liege demnach in manchen Fällen bei bis zu 30%. Die Details der Schwachstelle halten ihre Entdecker noch unter Verschluss, einen etwas ausführlicheren Bericht von dem, was bereits bekannt ist, gibt es aber hier zum nachlesen.

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Roman van Genabith
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8 Kommentare zu dem Artikel "macOS, Linux und Windows: Fehler in Intel-Prozessoren gefährdet alle Systeme"

  1. Werner 3. Januar 2018 um 10:39 Uhr · Antworten
    Bekommen wir dann eine Entschädigung von Intel 🤔
    iLike 7
  2. RolanDD 3. Januar 2018 um 10:46 Uhr · Antworten
    Natürlich nicht, da zeigen sie alle nicht wie auf  mit dem Finger darauf.
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  3. Mahmud 3. Januar 2018 um 11:26 Uhr · Antworten
    Mit Java habe ich persönlich nichts zu tun JAVA*
    iLike 0
    • neo70 3. Januar 2018 um 11:59 Uhr · Antworten
      Ändert ja nichts an der Tatsache, dass Du den Patch auf Deinen Mac bekommst.
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      • Mahmud 3. Januar 2018 um 13:01 Uhr ·
        Ich habe ein windows rechner! Aber du könntest Recht haben ich habe in meinem Laptop eine SSD Platte verbaut ich glaube das gleich die Leistungseinbußen dann wiederum aus
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  4. RAMPUNK 3. Januar 2018 um 11:34 Uhr · Antworten
    Sammelklage!!!
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  5. neo70 3. Januar 2018 um 12:03 Uhr · Antworten
    Solche Meldungen finde ich immer wieder sehr merkwürdig. Wie soll denn das mit eine solche Leistungseinbuße zusammenhängen? Das muss mir mal jemand erklären. Vermutlich werden gerade die alten Rechner deutlich langsamer. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
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  6. Robert 4. Januar 2018 um 06:26 Uhr · Antworten
    Das gute alte MS-DOS
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