Günstiger Smart Home-Einstieg: Eine LED-Lampe und eine Steckdose von Koogeek im Test

Der Hersteller Koogeek bietet mit einer LED-Lampe und einer Steckdose einen günstigen Einstieg in den Bereich Smart Home. Wir haben uns die beiden Produkte für euch angeschaut.

Vor einiger Zeit wäre der Einstieg in den Bereich Smart Home und HomeKit noch sehr teuer und aufwändig gewesen, in den letzten beiden Jahren hat sich das geändert – unter anderem hat Apple das HomeKit-Protokoll für mehr Hersteller und Produkte geöffnet. Einer dieser Hersteller ist Koogeek, die inzwischen zwei Smart Home-Produkte auf dem deutschen Markt vertreiben, weitere Produkte sind in Arbeit und teilweise sogar bereits angekündigt. Für diesen Test wurden uns dankenswerterweise eine Lampe und eine Steckdose zur Verfügung gestellt.

Alles leuchtet, alles ist bunt: Die Koogeek LED-Lampe

Der offensichtlichste Anwendungsfall für HomeKit-Produkte ist die Beleuchtung des Hauses, kaum ein anderer Anwendungsbereich lässt sich so leicht automatisieren und fernsteuern. Koogeek stattet eine LED-Lampe, geformt wie eine herkömmliche Glühbirne, mit WLAN aus und macht sie damit mit dem HomeKit-Protokoll und der Steuerung über Siri kompatibel. Die Einrichtung erfolgt, wie bei allen neueren HomeKit-Produkten, schnell und einfach über einen Zahlencode auf der Verpackung des Geräts, den man mit dem iPhone oder iPad scannt – der Rest der Einrichtung erfolgt automatisch.

Nach dieser schnellen Einrichtung kann die Lampe sowohl über die hauseigene Koogeek-App als auch über Apples Home-App und Dritt-Anwendungen mit HomeKit-Support gesteuert werden. Neben dem bloßen An- und Ausschalten hat mir besonders die Möglichkeit gefallen, die Lampen mit verschiedenen Farben zu betreiben und dimmen zu können. Meine normale Glühbirne vorher war entweder an oder aus, ich konnte sie am Schreibtisch nicht besonders kalt und zum Heimkino im Bett nicht dunkler und wärmer einstellen. Mit HomeKit kann nicht nur die Farbe der Lampe geändert werden, man kann zudem die Helligkeit dimmen und damit verschiedene Lichtstimmungen erzeugen.

In meinem Einsatz, inzwischen mehrere Monate, war die Lampe von Koogeek sehr zuverlässig und hat wie versprochen funktioniert. Problematisch finde ich, dass die Lampe mit offiziell 500 Lumen Lichtleistung relativ dunkel ist. Um abends im Bett zu liegen und noch zu lesen reicht das, um bei Dunkelheit draußen jedoch am Schreibtisch ohne zusätzliche Schreibtischlampe noch einen gedruckten Text zu lesen finde ich das Licht etwas zu wenig. Außerdem sollte man wissen, dass die Lampe zwar eine Fassung der Klasse E27 hat, trotzdem aber relativ groß und schwer ist. Sie passt damit nicht in alle kleinen Gehäuse hinein, bei einer großen Deckenlampe hatte ich jedoch kein Problem.

Bei Amazon könnt ihr die LED-Lampe von Koogeek bei Amazon kaufen* », insgesamt bietet sie damit einen extrem günstigen und zuverlässigen Einstieg in ein smartes Zuhause und HomeKit. Mir ist lediglich die teilweise geringe Lichtleistung aufgefallen, zum Lesen von Uni-Texten am Abend verwende ich dann aber einfach zusätzlich meine Schreibtischlampe.


Morgens aus dem Bett Tee kochen: Die Koogeek Steckdose

Zusätzlich zu der LED-Lampe hat Koogeek noch eine Steckdose mit HomeKit-Support im Angebot, die ich in den letzten Monaten nutzen konnte. Die Funktionsweise der Steckdose ist dabei deutlich einfacher, sie kann über HomeKit und Siri lediglich ein- oder ausgeschaltet werden – der Einrichtungsprozess ist dabei jedoch identisch. Denkbar wäre ein Einsatz einer solchen Steckdose zum Beispiel mit einem Wasserkocher, den man morgens aus dem Bett einschaltet, um dann in der Küche nur noch das gekochte Wasser in die Teekanne gießen zu müssen. Ich persönlich nutze die Steckdose, um eine Festplatte zu steuern, die hinter meinem Schreibtisch liegt und daher nicht gut zugänglich ist.

Neben der Steuerung über Siri kann die Steckdose auch über einen simplen Knopf gesteuert werden, das ist praktisch, wenn man nicht immer das Telefon zur Hand hat. In meinem Test hatte ich nach zwei Wochen Urlaub mal ein Problem, dass die Steckdose sich nicht mehr mit meinem Netzwerk verbinden wollte und vom meinem iPhone nicht mehr erkannt wurde, mit simplen Aus- und wieder Einstecken konnte das Problem aber behoben werden. Ähnlich wie die LED-Lampe verpackt die Steckdose durchaus ein bisschen Technik und ist daher nicht besonders schlank, kann also zum Beispiel bei Kabeln hinter Schränken zu Problemen führen oder schlichtweg nicht passen.

Insgesamt hat die Steckdose, abgesehen von dem kurzen Verbindungsproblem nach meinem Urlaub, einen sehr soliden Eindruck hinterlassen und immer wie gewünscht funktioniert, mir gefällt der Button zur Kontrolle ohne Smartphone. Ihr könnt die Koogeek HomeKit-Steckdose bei Amazon für 37.99 EUR kaufen* », preislich liegt sie damit aktuell noch etwas unter der Konkurrenz.


Weitere Produkte angekündigt

Für die Zukunft hat Koogeek weitere HomeKit-Produkte angekündigt, einen genauen Termin dafür gibt es allerdings noch nicht. Teil der angekündigten Produkte ist ein LED-Streifen mit HomeKit-Anbindung, der das Licht-Sortiment ergänzen soll. Außerdem geplant ist ein Raum-Monitor mit Thermometer, Luftdruckmesser und anderen Sensoren.

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Yannik Achternbosch
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6 Kommentare zu dem Artikel "Günstiger Smart Home-Einstieg: Eine LED-Lampe und eine Steckdose von Koogeek im Test"

  1. WebWusel 3. Februar 2018 um 11:11 Uhr ·
    Zu beachten ist, dass die Steckdose leider im Gegensatz zur Glühbirne nicht von amazon versendet wird. Die Steckdose wird nicht aus europäischen Lagern versendet und hat bei mir dazu geführt, dass diese beim Berliner Zoll fest hing.
    iLike 2
    • Yannik Achternbosch 3. Februar 2018 um 11:59 Uhr ·
      Danke für den Hinweis! Mein Testpaket lief über einen anderen Kanal (und ging von China aus problemlos durch den Zoll), deswegen hatte ich dazu im Artikel keinen Hinweis platziert :)
      iLike 1
    • 4. Februar 2018 um 19:31 Uhr ·
      Is bei mir auch der Fall 🙈😂 hab sie vor fast einem Monat bestellt
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  2. M&M 4. Februar 2018 um 13:57 Uhr ·
    Die Steckdose regelt ja aber nur, dass der Wasserkocher Strom hat. Wie schaltet er sich dann ein (also Hebel runter)?
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    • Yannik Achternbosch 4. Februar 2018 um 16:12 Uhr ·
      Mein Test-Wasserkocher konnte schon im ausgeschalteten Zustand aktiviert werden (Hebel runter) und hat dann, sobald man ihn mit Strom versorgt (Steckdose an), angefangen zu kochen.
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      • Peter 5. Februar 2018 um 03:09 Uhr ·
        Tja, ich haben einen Wasserkocher, bei dem man unterschiedliche Temperaturen digital einstellen kann. Der braucht also jemanden, der die Temp. einstellt und dafür Saft braucht, Zeitschaltuhr hat er auch keine. Aber die ein bis zwei Minuten kann ich auch so warten. Da macht das Ganze für eine alte Kaffeemaschine (die mit Filter) schon mehr Sinn.
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