FBI-Stratege: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie Apple sie einsetzt, behindert die Strafverfolgung

Nationale Sicherheit - Symbolbild

Das FBI hat sich erneut zur Sicherheit von Ende-zu-ende-verschlüsselter Geräte geäußert. Diese Geräte beeinträchtigen die Strafverfolgung, unterstrich einmal mehr ein FBI-Verantwortlicher.

Aus dieser Richtung haben wir schon länger nichts mehr gehört: Das FBI hat sich mal wieder zur Verschlüsselung von Smartphones und anderen Mobilgeräten vernehmen lassen. Amy Hess, im Direktorium der US-Bundespolizei und früher für den Zweig der Technologieüberwachung zuständig, wird vom WSJ in einem Interview mit den altbekannten Vorwürfen zitiert. Danach seien zu sichere Geräte ein Faktor, der die Strafverfolgungsbehörden daran hindere, ihre Arbeit zu machen.

Die dunkle Bedrohung

Es sind Worte, die auch schon von deutschen, französischen oder britischen Sicherheitsstrategen in den Mund genommen worden waren, Apfelpage.de berichtete: Straftäter, gedacht wird hier zunächst an Extremisten und Terroristen, können vom RADAR der Strafverfolgungsbehörden verschwinden und im Schatten ihren Geschäften nachgehen, wenn sie sichere Kommunikation nutzen, die auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung basiert. „Going dark“, wird das in der Sicherheitssprache genannt und es ist fraglich, ob eine starke Verschlüsselung tatsächlich den weltweiten Terror begünstigt. Tatsächlich wurde etwa dem Messenger Telegram immer wieder vorgeworfen, das bevorzugte Kommunikationsmittel islamistischer Terroristen zu sein und dessen Verschlüsselung gilt gemeinhin nicht als sonderlich vertrauenerweckend. Die Politik möchte diesem vermeintlichen Problem begegnen, indem Tech-Firmen gezwungen werden, Hintertüren zu ihren Produkten bereitzuhalten, ein entsprechendes Gesetz passierte kürzlich das australische Parlament. Apple war eins von neun Tech-Unternehmen, das an die australische Regierung appelliert hatte, diese Initiative nochmals zu überdenken, wie wir damals berichteten. Eine geschwächte Verschlüsselung bedeutet am Ende eine geschwächte Sicherheit für die Bevölkerung und ihre Daten, so Tim Cook zu mehreren Gelegenheiten.

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Roman van Genabith
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3 Kommentare zu dem Artikel "FBI-Stratege: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie Apple sie einsetzt, behindert die Strafverfolgung"

  1. Devil97 27. Februar 2019 um 19:40 Uhr ·
    Was soll man dazu sagen… Beides geht nicht!!
    iLike 0
  2. MarcelFox 27. Februar 2019 um 22:59 Uhr ·
    Eine Backdoor einbauen geht garnicht. Jeder Nutzer, der eine App oder ein Programm nutzt, welches Ende-zu-Ende verschlüsselt ist, wird einfach unter Generalverdacht gestellt und das geht meiner Meinung nach nicht in Ordnung. Also gibts hoffentlich auch in Zukunft keine Backdoor…
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  3. Gast 28. Februar 2019 um 12:02 Uhr ·
    Zu allererst gehen Beamte immer den leichten Weg. Also Apple muss , Google muss usw. Leute einstellen die so intelligent sind um sich einen Weg an unsere Daten zu suchen ,soweit sind sie noch nicht. Die Backdoor wird noch gefordert und würde nicht nur dem neugierigen Beamten die Tür öffnen. Das Problem ist ja auch das man , sollte es eine Hintertür im Handy geben , einen Richter braucht der in Deutschland wie auch in den USA eine Genehmigung zum Abhören erteilt. Der Hacker oder kriminelle Abhörer braucht das nicht. Sollte man nun einen Richter überzeugt haben geht es ja nicht um die Person und sein Handy , sondern um die die er kontaktiert oder ihn kontaktieren. Das müssen aber keine bösen Menschen , Arbeitskollegen , Freund eibes Freundes, die Freundin oder oder. Eigentlich geht es um Faulheit seine Arbeit richtig zu machen …..
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