Apple stellt Zollbefreiung für Mac Pro

Der kalifornische Konzern zählt zu den betroffenen Unternehmen des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Jetzt stellte Apple einen Antrag für eine Zollbefreiung seines neuen Rechners Mac Pro, wie Bloomberg berichtete.

Wofür wurde Zollbefreiung beantragt?

Der Antrag zur Befreiung von Zöllen gilt laut Bloomberg für die Komponenten und Zubehörteile aus China, die im Mac Pro verbaut werden. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2013 wurde das Mac Pro in den USA montiert, doch inzwischen erfolgt die Montage in China.

Im Juni schon hatte Apple einen Brief an den US-Handelsbeauftragten Robert Lightizer gesendet und nahm darin Bezug auf die hohen Zölle. Die vorgeschlagenen Zölle von 25 Prozent würden Apple zufolge die eigenen Produkte treffen und auch zu einer Verminderung des wirtschaftlichen Beitrags des Unternehmens in den USA führen.

Die geplanten Zolltarife würden die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen, berichtet Apple und verweist darauf, dass viele der Wettbewerber keine spürbare Präsenz auf dem US-Markt hätten und daher nicht zu den Betroffenen der US-Strafzölle gehören würden.

Antrag vor Genehmigung?

Apple hat seinen Antrag für eine Zollbefreiung wichtiger Mac Pro Bauteile und Zubehör am 18. Juli 2019 bei der US-Handelsbehörde eingereicht. Nun befindet sich das Schreiben in einer offenen Kommentierungsfrist, die der Behörde für eine Entscheidung bleibt. Von den Zöllen wurden in der Vergangenheit bereits Produkte wie die Apple Watch und AirPods befreit.

Bloomberg konnte einige Gründe feststellen, warum US-Präsident Donald Trump bestimmte Produkte, die chinesische Komponenten enthalten von den Zöllen ausgeschlossen werden. Er verspricht Erleichterungen, wenn Unternehmen Teile oder Produkte aus China erhalten, solange diese nicht “strategisch wichtig” sind oder die Zölle schweren wirtschaftlichen Schaden verursachen. Wie Trump twitterte, drohten Firmen keine Zölle, wenn sie ihre Produkte in den USA herstellen.

Eine Zollbefreiung für seinen Mac Pro zu erhalten, erscheint schwierig, weil Apple die Endmontage nach China verlagerte und Teile von chinesischen Zulieferfirmen bezieht. Die Anzahl der US-Formenbauer und Werkzeughersteller wurden übersichtlich, doch Apple-Chef Tim Cook bemängelte öfter, dass eine Montage des Mac Pro in den USA nicht einfach sei.

Seit einer Weile arbeitet der iPhone-Hersteller daran bis zu 30 Prozent seiner Produktion von China in andere Länder wie Indien oder Vietnam zu verlagern.

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Hannes
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2 Kommentare zu dem Artikel "Apple stellt Zollbefreiung für Mac Pro"

  1. Gerhard 24. Juli 2019 um 11:52 Uhr ·
    Apple stellt Antrag auf Zollbefreiung für Mac Pro So sollte wohl die Überschrift lauten, oder?….;-)
    iLike 9
  2. gast22 24. Juli 2019 um 12:54 Uhr ·
    … und so zerbröckelt die Außenwirtschaftspolitik des Präsidenten Stück für Stück. Musste ihm vorher klar gewesen sein, denn Berater hat er genug. Aber darum ging es Trump ja gar nicht. Er möchte nur blenden und dem Volk zeigen, wie radikal tüchtig er ist. Palestina? Egal, Jerusalem gehört Israel. Sanktionen gegen Volkswirtschaften? Egal, irgendwie müssen wir die Außenhandelsbilanz verbessern. Internationale Verträge? Warum sollen wir bezahlen, der Einfluss ist doch nur noch gering. Aufrüstung? Ab in den Weltraum und überhaupt: Wir sind immer der Weltpolizist gewesen. Wirtschaft ankurbeln? Klar doch senke ich die Steuern für Unternehmen. Das verlorene Geld kann auch der Bürger bezahlen. Krankenkasse für alle? Ist ja schon mal eine Möglichkeit, Ausgaben zu sparen. Der Bürger merkt es doch eh nicht, denn seit Jahrzehnten läuft es doch wunderbar. Waffen für alle? Der Verfassungszusatz aus dem 19. Jahrhundert ist doch wichtiger als die über 15.000 Tote jährlich, die durch Waffenbesitz umkommen. Schließlich muss die Militärindustrie Umsätze generieren. Geht immerhin um Arbeitsplätze und nicht um die paar Toten, Amokläufer eingeschlossen. Haushalt konsolidieren? Bundesangestellte können monatelang (November bis Januar) keinen Lohn erhalten, weil der Staat dafür kein Geld hat. Aber er hat sich mit Nordkorea unterhalten. Als erster Präsident. Super. Nur ohne Ergebnis. Nicht schlimm. Die Presse ist wichtig! Nein. Mein Volk muss sehen, dass ich jetzt richtig Amerika groß mache. Das ist wichtig! Und weil das länger dauert wählt mich am Besten gleich wieder. Bin gespannt, wie lange es große Konzerne noch mit ihm aushalten. Bei Geld hört die Freundschaft eigentlich auf. Und großen Konzernen ist es total schnuppe, wo, womit und wie Geld generiert wird. Hauptsache sie wachsen.
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