Mac: Time-Machine-Backups beschleunigen

Ein unerwarteter Stromausfall oder eine plötzlich defekte Festplatte können dazu führen, dass sämtliche Daten am Mac weg sind. Diese müssen zwar nicht unbedingt gelöscht sein, allerdings kann es zum Beispiel sein, dass macOS nicht mehr startet und somit der Zugriff auf die Daten nicht mehr gelingt. Ein Szenario dieser Art ist nie ausgeschlossen und deshalb ist es extrem wichtig, dass im Ernstfall auf ein Backup zurückgegriffen werden kann. Für viele ist es ein leidiges Thema, mit dem ein großer Zeitaufwand in Verbindung gebracht wird. Dabei stimmt es gar nicht, denn nach einer einmaligen Einrichtung werden die Backups automatisch und unauffällig im Hintergrund durchgeführt. Zumindest dann, wenn das Ganze mit Time Machine erfolgt.

Ein Nachteil ist allerdings, dass das erste Backup viel Zeit in Anspruch nimmt. Das liegt aber nicht an einem langsamen Tempo, sondern an der Datenmenge. Es spielt auch keine große Rolle, ob das Ziel-Laufwerk via WLAN oder per USB angebunden ist. Soll der Vorgang schneller über die Bühne gehen, dann gibt es einen Trick.

Die Umsetzung ist zwar nicht schwer, aber trotzdem ist die Anwendung nur für fortgeschrittene Nutzer empfohlen.

So geht’s

Time Machine führt die regelmäßigen Backups im Hintergrund durch. Das ist praktisch, allerdings hat dies einen negativen Einfluss auf die Geschwindigkeit. Damit nämlich die Arbeiten im Vordergrund nicht gestört werden (beispielsweise durch zu wenig Leistung), erhalten die Hintergrundaufgaben nur begrenzte Ressourcen. Das macht natürlich Sinn, zieht aber vor allem die erste Datensicherung deutlich in die Länge. Um diesen Umstand zu ändern, kann die Ressourcenbegrenzung für Hintergrundaufgaben ausgehebelt werden.

  • Dafür wird im ersten Schritt die „Terminal“-App geöffnet. Diese befindet sich im „Programme“-Ordner unter „Dienstprogramme“.
  • Jetzt wird der folgende Befehl ohne Anführungszeichen eingegeben und mit Enter bestätigt: „sudo sysctl debug.lowpri_throttle_enabled=0“. Die Eingabe des Administrator-Passworts ist ebenfalls erforderlich.
  • Nun kann das Backup mit Time Machine von Hand angestoßen oder auf den automatischen Start gewartet werden.
  • Um die Begrenzung wieder einzuschalten, ist die Eingabe dieses Befehls notwendig: „sudo sysctl debug.lowpri_throttle_enabled=1“. Alternativ kann auch ein Neustart durchgeführt werden.

Vor allem beim ersten Backup sinnvoll

Die Deaktivierung der Hintergrundbegrenzung führt dazu, dass der Prozessor mehr arbeiten muss und sich somit auch die Temperaturen erhöhen. Es ist zwar nicht gefährlich oder mit irgendwelchen Risiken verbunden, die Funktion hat aber ihren Sinn. Vor allem auf die Arbeiten im Vordergrund bezogen, die ohne das Feature ins Stocken geraten können.

Und da die Begrenzung spätestens nach einem Neustart des Mac so oder so wieder aktiviert ist, lohnt es sich unterm Strich nur beim ersten und damit umfangreichsten Backup.


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