Im Test: Die MACOON Ledertasche für das iPad Air

Rein äußerlich kann man die iPad-Case des Herstellers MACOON als schlicht und sicher beschreiben. Doch die "Business Traveler"-Tasche bietet viel mehr, als wir erwartet hatten. Ein Testbericht.

Dem einen oder anderen dürfte der Hersteller MACOON schon einmal über den Weg gelaufen sein. Vor allem den einen oder anderen der iPad-Nutzer. Bei der Suche nach guten Hüllen für das iPad Air kommt man wohl kaum am Online-Shop der Marke vorbei. MACOON hat sich darauf spezialisiert, iPad-Cases aus Leder anzubieten und stellt für alle iPad-Generationen vom iPad 3 bis zum iPad Air und allen iPad mini’s die passenden Taschen bereit. Seit neustem bietet der Hersteller auch Lederhüllen für das iPhone 6 und iPhone 6 Plus an.

Die Ledertaschen gibt es immerhin in zwei Versionen. Die teure und funktionsreichere Business Traveler. Und die Smart Traveler ohne Standfunktion und Kreditkartenfach. Jeweils besteht die Auswahl zwischen Schwarz und Braun.

Wir haben uns die braune Business Traveler Ledertasche für das iPad Air angeschaut – und bereuen die Entscheidung keineswegs.

Das Design

Haptisch und optisch ist die Case kaum mehr zu überbieten. Das liegt nicht zuletzt am eingesetzten Rindsleder, 100 prozentiges wohlgemerkt. Dieses hat nicht nur einen angenehm natürlichen Geruch, sondern fühlt sich auch besonders weich an. Zudem hat es nicht die nervige Eigenschaft schnell aus der Hand rutschen zu wollen.

Die Nähte sind fein verarbeitet. Überhaupt wirkt die Hülle sehr robust, was in diesem Fall positiv zu verstehen ist. Sie hat schon nach wenigen Minuten unser Vertrauen bekommen. Man hat niemals das Gefühl, dass das iPad Air hierin nicht sicher aufbewahrt ist. Dazu ist das Innere mit weichem Stoff überzogen, um Kratzer zu verhindern.

Was die Case zu bieten hat

Auf der Rückseite des Cases gibt es zwei Standfunktionen – eine zum Schreiben und eine zum Präsentieren. Diese sind perfekt eingestellt und bieten für unseren Geschmack sogar einen noch besseren Winkel im Vergleich zum Smart Cover von Apple. Allerdings dauert es ein wenig, bis die Handgriffe zum Aufstellen des iPads sitzen. Nicht immer gelingt es uns, die Aussparungen zum Herausziehen der Ständer zu finden. Dann stört auch noch die Klappe der Hülle: Diese muss nämlich ein wenig angehoben werden, damit das iPad fest steht und nicht halb auf der Klappe. Das sind aber nur Kleinigkeiten. Und wie gesagt: Mit ein wenig Routine klappt das auch.

Die Ledertasche selbst wird im Übrigen mit einer magnetischen Schlaufe geschlossen. Ein großer Pluspunkt, denn die Hülle hält dadurch merklich fester, als wenn man den Deckel nur drauflegen würde. Gleichzeitig umschließt das magnetische Band die Schlaufe für den mitgelieferten Stift. Dieser kann an der Hülle befestigt werden. Mit der Rückseite des Kugelschreibers lassen sich zudem Notizen auf dem iPad anfertigen. Prima.

Klappt man den Deckel der Hülle um, so erkennt man zunächst vier Fächer für Kredit- oder Visitenkarten. Zudem bietet die Klappe Platz für größere Blätter, was mit Blick auf den mitgelieferten Stift wirklich Sinn ergibt. Insbesondere für Verträge oder Briefe, die nicht digitalisiert sind, ist das eine gute Aufbewahrungsmöglichkeit. Ferner sitzt an dem Deckel eine Handschlaufe, mit der man das iPad im Hochformat mit einer Hand halten kann. Die Idee ist super – vor allem wenn man beachtet, dass die Tasche nicht sehr leicht ist. Jedoch hätte es uns mehr gefallen, wenn die Handschlaufe ein wenig nach unten versetzt wäre. Im jetzigen Zustand wird das Halten nämlich schon nach ein paar Minuten unnötig anstrengend.

Das iPad selbst wird seitlich in das dafür gefertigte Fach geschoben und der Eingang mit Klettverschluss fest versiegelt. Luft hat das Tablet jetzt nicht mehr. Die Maße sind exakt auf das iPad Air abgestimmt. Das ist auch der Grund, warum das iPad Air 2 nicht in diese Hülle gesteckt werden kann. Die Bedienung des Displays ist nicht eingeschränkt. Im Querformat kann es durch die über den Rand des iPads ragende Hülle aber mal vorkommen, dass man zum Öffnen des Notification und Control Centers zwei Versuche braucht. Daran gewöhnt man sich jedoch schnell.

Das Fazit

Qualitativ ist die "Business Traveler" Ledertasche ein wahres Wunder. Die Verarbeitung des Leders stimmt und macht die handgemachte Hülle nicht nur extrem schick und sicher, sondern auch zum angenehmen Handschmeichler. Auch in den Funktionen ist die Case stimmig: Ein mitgelieferter Stift, Platz für kleine Karten und große Dokumente und eine magnetische Befestigung. Das iPad schaltet sich zudem automatisch an und aus, wenn man die Hülle öffnet. Abgesehen von den wenigen Abstrichen, die wir oben genannt haben (Nörgeln auf einem hohen Level), bleiben bei uns also keine Wünsche auf der Strecke.

Für den Preis von 99 Euro lässt sich die Lederhülle im Online-Shop von MACOON für alle neuen iPad Generationen (außer das iPad Air 2) bestellen. Ein Preis, der für die gebotene Qualität gerade noch OK ist.

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Robert Tusch
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Robert Tusch

13 Kommentare zu dem Artikel "Im Test: Die MACOON Ledertasche für das iPad Air"

  1. Lasse 21. Dezember 2014 um 15:18 · Antworten
    Cool Danke!
    iLike 4
  2. Apple-Fan 21. Dezember 2014 um 15:22 · Antworten
    Ich sehe es so für das Handy sollte man eine Hülle haben. Fürs iPad finde ich eher weniger da mir das eig nie runterfällt. In falls doch dann weiß ich ja welche Hülle ich nehme ;-)
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  3. Sven 21. Dezember 2014 um 15:45 · Antworten
    Cool aber viel zu teuer
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  4. Miki 21. Dezember 2014 um 16:10 · Antworten
    schickes Ding, danke für den Artikel.
    iLike 2
  5. Bene Bey 21. Dezember 2014 um 16:51 · Antworten
    Die von Apple sind die besten!
    iLike 7
    • Holger 21. Dezember 2014 um 22:09 · Antworten
      Genau! Nirgends sonst kann man so viel Geld für Plastik ausgeben…
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  6. Mimijet 21. Dezember 2014 um 16:52 · Antworten
    Sieht sehr gut aus. Die Ausgabe des Preises muss man sich überlegen. Für einen Geschäftsmann sicher ideal, kann er sicher auch von der Steuer absetzen.
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  7. Norman 21. Dezember 2014 um 17:01 · Antworten
    Smart Cases von Apple sind meiner Meinung nach besser. Diese vollgestopften Innentaschen drücken doch sicher sehr auf den Screen, oder?
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    • Robert
      Robert 21. Dezember 2014 um 17:15 · Antworten
      Der Klappdeckel mit den Kartenfächern liegt nicht direkt auf dem Screen auf, sondern auf den Außenkanten der Hülle, sodass der Bildschirm unberührt bleibt. Und auch im „vollgestopften“ Zustand ist der Deckel nicht so schwer, dass er auf das Display drücken müsste
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  8. Fnatic 21. Dezember 2014 um 20:01 · Antworten
    Cool aber für 99€ würde mir Apple Leder Cover Kaufen.
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  9. mikedrt77 21. Dezember 2014 um 21:11 · Antworten
    Ich frage mich, wie man eine Schutzhülle ohne Kantenschutz empfehlen kann. Meine erste Schutzhülle für mein I-Pad Air war ähnlich gestaltet wie die hier beschriebene Hülle. Mit dem Erfolg ( mag es noch so selten vorkommen – mir ist es leider passiert ), dass mein I-Pad in der besagten Hülle aus einer Höhe von etwa 62 cm auf einen Teppich gefallen ist. Leider mit dem Erfolg, dass die untere rechte Ecke eingedrückt wurde. Extrem ärgerlich. Folglich habe ich mir eine sichere Hülle mit Kantenschutz besorgt. – Verhüllt die Ecke und schützt sie vor weiteren Gefahren.
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    • Holger 21. Dezember 2014 um 22:10 · Antworten
      62 cm? Oder eher 60,8 oder gar 62,9cm?
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      • mikedrt77 26. Dezember 2016 um 15:07 ·
        Vielen Dank für diesen Kommentar ?- ist bestimmt für viele Leser nützlich
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