Britischer Premier fordert Verbot verschlüsselter Kommunikation

In einer Rede in Nottingham spricht sich Großbritanniens Premierminister David Cameron öffentlich für ein Verbot verschlüsselter Kommunikation aus. Sollte er wiedergewählt werden, so wird der Konservative ein entsprechendes Gesetz veranlassen:

Wollen wir in unserem Land tatsächlich Kommunikation zulassen, die wir im Extremfall nicht mitlesen können […]? Meine Antwort auf diese Frage ist: Nein, das wollen wir nicht.

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Anlass zu dieser Aussage sind die dramatischen Bilder aus Paris. Man dürfe Terroristen keinen Raum geben, die Geheimdienste zu umgehen. Mit verschlüsselten Instant Messengern, wie beispielsweise Threema oder mittlerweile auch WhatsApp, sei es diesen aber möglich, die Anschläge zu planen, begründet Cameron seine Forderung. Das Gesetz soll die Entwickler dazu verpflichten, eine Hintertür für den Geheimdienst offen zu lassen. Wie das technisch umgesetzt wird, bleibt bislang ebenso offen wie eine Reaktion der Entwickler.

[Bild: Frederic Legrand – COMEO / Shutterstock.com]

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Philipp Tusch
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Philipp Tusch

19 Kommentare zu dem Artikel "Britischer Premier fordert Verbot verschlüsselter Kommunikation"

  1. LTE- 13. Januar 2015 um 11:02 Uhr · Antworten
    Der ist ja wohl nen bischen dumm!
    iLike 79
    • Mo 13. Januar 2015 um 11:04 Uhr · Antworten
      Wenn er damit wirklich die Menschen überzeugen kann, ihn wieder zu wählen, dann ist er wohl alles andere als dumm. Noch dümmer sind meiner Meinung nach jedoch die, die ihn wählen.
      iLike 64
      • Segafrefo 13. Januar 2015 um 11:25 Uhr ·
        Nur Politik…!!!! Was ist mit TOR Project, eMail end-to-end Verschlüsselung, etc.? Wird hier etwas “geöffnet”, wird woanders wieder etwas “geschlossen”. 100%ige Aufklärung gibt’s eh nie…
        iLike 9
    • Chris DE 14. Januar 2015 um 11:01 Uhr · Antworten
      Ehrlich gesagt ist es mir Scheiss egal ob die irgendwas von mir lesen oder nicht.
      iLike 0
  2. Luke 13. Januar 2015 um 11:02 Uhr · Antworten
    Die spinnen doch, die Briten…
    iLike 34
  3. Rappel 13. Januar 2015 um 11:04 Uhr · Antworten
    Ja klar, und bei Privatgesprächen auf der Parkbank muss immer ein Staatsdiener zugegen sein – man könnte sich ja geheim absprechen.
    iLike 27
    • MacAllester 13. Januar 2015 um 11:21 Uhr · Antworten
      Die haben Satelliten die Läuse husten hören
      iLike 9
      • Lars 13. Januar 2015 um 15:10 Uhr ·
        Jetzt mal erschafft wäre das technisch möglich?
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      • Yannik 13. Januar 2015 um 15:14 Uhr ·
        Die viel wichtigere Frage ist doch: können Läuse wirklich Husten?
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      • jkflaö 13. Januar 2015 um 16:55 Uhr ·
        @Lars: nein, höchstens mit na Drohne
        iLike 0
  4. Septimus 13. Januar 2015 um 11:17 Uhr · Antworten
    O.k., wenn er auch alle seine privaten Kommunikationen seinen “Untertanen”, dem Volk zum mitlesen zugänglich macht… Politiker fordern immer das, was sie entweder selber nicht betrifft, oder sie selber nicht bereit sind zu erfüllen! Aber das kennt man ja auch bei uns in Deutschland. Z.b., “Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen!” Wenig später kam dann gleich die nächste Diätenerhöhung…
    iLike 15
  5. jForsti 13. Januar 2015 um 11:33 Uhr · Antworten
    Dann haben die Hacker vom MI6 wohl Schulungsbedarf ;-)
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    • Sunny 13. Januar 2015 um 13:23 Uhr · Antworten
      GCHQ, da sind die Hacker beschäftigt.
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  6. Thobe 13. Januar 2015 um 13:00 Uhr · Antworten
    David Cameron wünscht sich eine einfache Möglichkeit für Industriespionage aus kommunistischen und islamistischen Ländern sowie anderen Diktaturen? :o
    iLike 3
  7. oemmes 13. Januar 2015 um 13:03 Uhr · Antworten
    Solche Forderungen werden von konservativen Politikern bei jeder Gelegenheit gebetsmühlenartig erhoben ( s. CSU bezügl. Vorratsdatenspeicherung)! Letztlich geht es nur um totale Kontrolle des Bürgers. Aber hat die in Frankreich bereits praktizierte Vorratsdatenspeicherung diese widerlichen Anschläge verhindert?
    iLike 7
  8. Luca 13. Januar 2015 um 13:09 Uhr · Antworten
    komische Art und Weise für Stimmen zu werben :”’D Der will offensichtlich keine
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  9. Jürgen 13. Januar 2015 um 16:49 Uhr · Antworten
    Politischer Aktionismus ohne Inhalt. Spätestens seit Snowden weiß schließlich jeder, wer der zweitgrößte Schnuffeldienst der Welt ist. Sunny hat’s ja gepostet.
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  10. Marc 13. Januar 2015 um 18:24 Uhr · Antworten
    Der inselaffe soll sein Schandmaul halten!!
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  11. smoga1 14. Januar 2015 um 05:55 Uhr · Antworten
    Das Hintertürchen haben die doch schon längst. Alles nur Augenwischerei.
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