Aufkauf noch in diesem Jahr? SoundCloud braucht Geld

Shortnews: Die Financial Times macht zum Wochenstart mit einer drastischen Meldung auf: SoundCloud könnte bis zum Ende des Jahres Pleite gehen, sollte der Musik-Streaming-Dienst keine neuen Investoren an Land ziehen. Ein Aufkauf steht ebenfalls zur Debatte.

Das klingt überraschend, schließlich hat SoundCloud mit SoundCloud Go erst im vergangenen Jahr einen 10 Euro teuren Premium-Dienst gestartet. Dieser hat es mittlerweile auch über den Teich nach Europa geschafft. Geld, das natürlich zu einem Umsatzanstieg bei SoundCloud geführt hat. Doch den Geldschwund von 2015 kann das nicht wettmachen. In dem Jahr allein verlor der Dienst rund 52 Millionen Dollar.

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Bild: Shutterstock

Auch mit SoundCloud Go macht der Dienst noch lange keine Gewinne. Schließlich betritt SoundCloud damit einen Markt, in dem noch nicht einmal die großen „Player“ wie Spotify Geld abschöpfen können. Oder wie Fast Company es formulierte: „Nicht einmal ein übergroßer Sprung an neuen Abonnenten könnte SoundCloud helfen“.

SoundCloud steckt also in der Krise, was die Gerüchte um einen Aufkauf des Berliner Unternehmens befeuert. Spotify hatte im vergangenen Jahr bereits Interesse signalisiert und bietet dem Vernehmen nach eine Milliarde Dollar. Auch Google ist im Spiel: Bislang allerdings nur mit einem Gebot von 500 Millionen.

Was die Zukunft bringt, steht also noch in den Sternen. Sollte SoundCloud bis Ende des Jahres aber keinen Käufer oder neue Investoren gefunden haben, sieht es schlecht aus um den Dienst.

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Robert Tusch
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Robert Tusch

3 Kommentare zu dem Artikel "Aufkauf noch in diesem Jahr? SoundCloud braucht Geld"

  1. Siglinde 9. Januar 2017 um 13:52 · Antworten
    Warum betritt man einen Markt, der anscheinend gar kein Markt ist?
    iLike 4
  2. Peter Birnenkuchen 9. Januar 2017 um 13:55 · Antworten
    Nur eine Milliarde, um die Konkurrenz loszuwerden? Denen muss es ja mies gehen; die Aasgeier müssen nur mehr warten. Tja, alle glauben, sie sind die Supermanager und wir einfachen Leute sind die kleinen Trottel. Aber am Ende des Tages zeigt sich, wer Ahnung vom Geschäftemachen hat. Die Hauptsache ist, dass sich das Management vorher die Taschen vollstopft. Ich frage mich, woher man die Investitionen immer hernimmt? Geh du mal und frag in Ösistan bei der Bank nach einem Kredit. Und wie viele Millionen machen die tollen Megaunernehmer Schulden, wenn es mal kriselt? ’ne Bank müsste man haben ;-)
    iLike 3
  3. Cult 9. Januar 2017 um 20:00 · Antworten
    Ich nutze SoundCloud (Free-Version) als zusatz zu Spotify (Premium-Version) wenn bestimmte Titel noch nicht offiziell auf dem Markt sind oder bei Remixes. Das sie den Markt verschlafen haben, wird es sicherlich bald schlecht für die Macher werden. Schade, es gab so viel Potenzial. Die App für iOS ist meiner Meinung nach auch vollkommen in Ordnung.
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