Wer kennt noch iWeb? Homepage-Baukästen als Alternative

Mitte des vergangenen Jahrzehnts war Apple groß dabei, Mac-Nutzer mit allerlei nützlicher Software zu versorgen. Namhaft waren vor allem zwei Software-Pakete, nämlich iLife und iWork, wobei iLife für Lifestyle-Programme stand und iWork für produktive Tools. Ein Tool aus der iLife-Collection war iWeb – und das ist mittlerweile eingestellt. Wer dem nachtrauert, kann seinen Blick mal in Richtung Homepage-Baukästen á la Wix schweifen lassen.

iWeb 06, Bild: Apple

iWeb 06, Bild: Apple

Das Web hat sich weiterentwickelt

iWeb war ein Tool, mit dem es sehr einfach möglich war, eine eigene Webseite zu erstellen. So einfach wie ein Dokument in Word zu schreiben und mit zahlreichen Diensten ausgestattet (z.B. Web-Galerie) versuchte iWeb, einen Anreiz für Mac-User zu schaffen, sich im Internet zu verewigen. Sogar für den Webspace hat Apple gesorgt. Mittlerweile wird das Tool nicht mehr unterstützt und die Webseiten sind ebenfalls offline – das Web entwickelt sich eben weiter. Aber es gibt zum Glück Alternativen, beispielsweise Wix – und dafür braucht man nicht einmal ein spezielles Programm.

Wie in alten Zeiten: Webseite in Minuten online

Wix hat zwar nicht direkt etwas mit iWeb zu tun, aber viele der Tugenden teilt der Dienst mit den Ideen, die iWeb verwirklichte. Eine Webseite ist für jedermann einfach zu erstellen – mit oder ohne Vorkenntnisse. Es stehen viele ansprechende Designs zur Verfügung, aus denen man auswählen kann, die Erstellung und Platzierung von Content ist ein Kinderspiel und dank einer umfangreichen Foto-Datenbank kann die Webseite sogar ansprechend illustriert werden. Nicht einmal um den Webspace muss sich der Nutzer kümmern – der Service bietet alles, was notwendig ist, aus einer Hand.

Die Benutzung ist dabei denkbar einfach. Nicht einmal ein spezielles Tool wird benötigt. Es genügt vollkommen, wenn der Browser einigermaßen aktuell ist. Safari, Firefox oder Google Chrome tun es bereits. Die Erstellung Bearbeitung der Webseiten findet komplett auf einer Web-Oberfläche statt. Tatsächlich ist alles, was für ein Update der Webseite benötigt wird, die Zugangsdaten zu Wix.

Intelligente Zukunft

Nicht nur Tim Cook findet künstliche Intelligenzen faszinierend, auch bei Wix spielen sie eine große Rolle. Jüngst wurde ADI angekündigt, das steht für „Artificial Design Intelligence“ und bezeichnet eine künstliche Intelligenz, die bei Design-Entscheidungen hilft. Initial stellt das System ein paar einfache Fragen und kann dann anhand der Inhalte, die veröffentlicht werden sollen, lernen, welche Ansprüche gestellt werden. Insgesamt werden Webseiten damit noch individueller und zeitgemäß. ADI ist nämlich auch in der Lage, im Internet nach neuen Design-Trends zu fahnden und diese als Vorbild zu nutzen.

Letztendlich ist Wix vergleichbar mit iWeb, aber dann wiederum auch nicht: Nachdem Apple die Software nicht mehr unterstützt und die Server abgeschaltet hat, kann Wix als Ersatz einspringen und bietet noch viel mehr Möglichkeiten. Man kann also sagen, dass Wix den Gedanken aufgegriffen und weitergedacht hat.

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